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Ostholsteiner Anzeiger

18. Oktober 2017 | 09:59 Uhr

Der Blues zurück im Klassenzimmer

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Projekt um Helge Nickel bringt die Mutter aller Musikrichtungen in die Schule / „Andrew Irvine Group“ sorgt für volle Aula

shz.de von
erstellt am 05.Dez.2013 | 00:34 Uhr

Pop, Rock, Rap und Hip Hop – gewöhnlich treiben diese Musikstile die Jugend von heute auf die Tanzfläche. Den guten alten Blues, die Mutter aller modernen Musikrichtungen, kennen viele nur aus amerikanischen Filmen. Grund genug für Helge Nickel („Baltic Blues“) und die Stiftungen der Sparkasse Holstein, um ihn wieder zurück in die deutschen Klassenzimmer zu bringen. Mit ihrem Projekt „Blues at School“ machten sie gestern Halt in der Eutiner Voßschule. Im Gepäck: die „Andrew Irvine Group“ aus Amerika.

„Das Projekt kommt im Schnitt alle zwei Jahre zu uns. Es wird von den Schülern sehr gut angenommen und bringt Leben in den Unterricht“, erklärt Musiklehrerin Maike Drenckhahn. In der Tat entwickelte sich beim Auftritt der drei Bluesmusiker in der voll besetzten Aula eine Stimmung, wie man sie sonst nur von Konzerten kennt. „Blues ist eine fröhliche, tanzbare Musik mit hohem Mitmach-Faktor“, sagt Nickel. Ein Grund, warum die Amerikaner während
ihre Stücke immer wieder einige Oberstufenschüler zu sich auf die Bühne holten. Diese ließen es sich unter dem lautstarken Beifall der Mitschüler nicht nehmen, ihren ganz eigenen Blues zu tanzen.

Zwischen den Songs nutzte Frontsänger Andrew Irvine die Gelegenheit, um die Schüler mit auf die Reise zu den Ursprüngen des Blues zu nehmen. „Für die Jugendlichen soll unser Besuch die erste Berührung mit dem Blues sein“, erklärt Nickel. Dahinter verbirgt sich eine langfristige Strategie. „Das Blues-Publikum ist leider hilflos überaltert.“ Die Projekt-Teilnehmer von heute sollen daher die Konzert-Besucher von morgen sein.

Im Rahmen ihrer Europatournee trat die Andrew Irvine Group übrigens gestern in der Alten Mühlen auf. Gut möglich, dass sich auch einige der Voßschüler unter das Publikum mischten. Verwundern dürfte es nach dem Musikunterricht der etwas anderen Art nicht.

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