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Ostholsteiner Anzeiger

22. Juli 2017 | 02:44 Uhr

Eutin : Der Abriss für ZOB beginnt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Zwei rund 100 Jahre alte Mehrfamilienhäuser werden für die Erweiterung des Bus-Bahnhofs abgerissen.

Stück für Stück beißt sich die Baggerschaufel ins Garagengebäude zwischen den beiden Wohnhäusern
in der Bahnhofstraße/Ecke Heinrich-Westphal-Straße. Holz nach links, Metall nach rechts, Mauerwerk dazwischen. Die abgebrochenen Materialien werden für den Abtransport gleich getrennt gestapelt. Der komplette Abriss der beiden mehr als 100 Jahre alten Häuser soll eine gute Woche dauern.

„Ist schon irgendwie schade, dass intakte Gebäude weichen müssen für Bushaltestellen“, sagt ein Beobachter zu Beginn der Arbeiten. Er selbst habe den Besitzer des 1904 erbauten Hauses, in dem zuletzt eine Großfamilie gewohnt habe, gekannt und früher sogar Versicherungen dort abgeschlossen.

Der Abriss der Häuser und die damit verbundene Wohnungssuche für eine Großfamilie hatten im Vorfeld für Diskussionen gesorgt. Die Stadt Eutin hat eigens für die Umsiedlung mehr als 320  000 Euro in den Haushalt eingestellt, um eine nahegelegene Immobilie zu erwerben, deren Mieter „wegen Eigenbedarf“ allerdings umziehen mussten. Da sich die Wohnungs- und Alternativensuche hinzog, verzögerte sich auch der Beginn der Arbeiten für die Erweiterung des zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB).

Der neue ZOB soll künftig bis an den Parkplatz Heinrich-Westphal-Straße reichen und acht Haltestellen um eine „Warte-Insel“ herum angeordnet haben. Die Ersatzhaltestellen während des Umbaus werden auf die Bahnhofsseite Elisabethstraße (Alter Güterbahnhof) sein. Die Parkplätze dort sind bereits weggefallen, als Alternative für Pendler empfiehlt die Stadt den Parkplatz am Schloss. Die Abrissarbeiten sollen zwei Wochen dauern, danach beginnen die Arbeiten am ZOB, die bis Ende 2018 abgeschlossen sein sollen.

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erstellt am 11.Jul.2017 | 04:00 Uhr

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