zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

20. Oktober 2017 | 02:34 Uhr

Denkzettel für Dagmar Nöh-Schüren

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Knappe Wahl als Vorsitzende des Werkausschusses

shz.de von
erstellt am 24.Apr.2015 | 16:27 Uhr

Die Mehrheit war denkbar knapp, und sie kam erst im zweiten Anlauf zu Stande. Mit zwölf zu elf Stimmen bei zwei Enthaltungen hat die Gemeindevertretung die bisherige Fraktionsvorsitzende der Grünen, Dagmar Nöh-Schüren, in Abwesenheit zur Vorsitzenden des Werksausschusses gewählt und ihr damit einen Denkzettel erteilt. Sie löst damit Gemeindevertreter Klaus-Peter Sauvant ab, der Ende März alle Ämter niedergelegt hatte und von Bürgervorsteher Rainer Geerdts (CDU) verabschiedet wurde.

Einstimmig wählten die Gemeindevertreter dagegen Andreas Endler (Grüne) – ebenfalls in Abwesenheit – zum Vorsitzenden des Tourismusausschusses, der seit dem Rücktritt von Holger Bröhl vakant war. FWM-Fraktionschef Bröhl selbst schlug Endler für dieses Amt vor. Eine weitere Personalentscheidung hatten die Grünen zuvor gefällt. Ihr neuer Fraktionschef ist Michael Winkel. Er rückte als Gemeindevertreter für Sauvant nach.

Vor allem bei der CDU regte sich deutlicher Widerstand gegen Dagmar Nöh-Schüren. Lediglich Fraktionschef Hans-Werner Salomon stimmte, wie er es vor längerer Zeit angekündigt hatte, für sie. Doch auch bei der SPD erhielt Nöh-Schüren nicht alle Stimmen. Für die knappe Mehrheit sorgte schließlich FDP-Fraktionschef Wilfred Knop, der ihr erst im zweiten Wahlgang seine Stimme gab.

Bereits im Vorfeld hatten CDU, SPD und FDP signalisiert, Dagmar Nöh-Schüren als Vorsitzende im Tourismus-Ausschuss nicht mitzutragen. Die Ablehnung ihrer Person stieß bei der Betroffenen auf erheblichen Unmut, den sie in einer Pressemitteilung zum Ausdruck brachte. Darin erhobene, aus seiner Sicht ungerechtfertigte Vorwürfe zum Streitthema Kurabgabe hätten ihn bewogen, im ersten Wahlgang nicht für Nöh-Schüren zu stimmen, erklärte Knop. Und auch bei der CDU sollen die jüngsten Äußerungen Nöh-Schürens die Zahl der Gegenstimmen dem Vernehmen nach vergrößert haben.

Von der Tagesordnung abgesetzt wurde überraschend die Entscheidung über den Nachtragshaushalt. Die SPD sehe hier noch Beratungsbedarf, erklärte Helmut Wagner und begründete dies mit sich abzeichnenden Investitionen in die Sanierung der Schule an den Auewiesen. Dem folgte die Mehrheit.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen