Den Frieden im Fokus: Vortrag über Nato und ihre Funktion

Die Mitglieder des Friedenskreises Lutz Tamchina (v.l.), Sylvia Zanella-Foritto de Belmar, Wolfgang Schiller, Andreas Schulze Sellschopp laden Interessierte für nächsten Freitag in die Kreisbibliothek ein.
Die Mitglieder des Friedenskreises Lutz Tamchina (v.l.), Sylvia Zanella-Foritto de Belmar, Wolfgang Schiller, Andreas Schulze Sellschopp laden Interessierte für nächsten Freitag in die Kreisbibliothek ein.

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04. Januar 2018, 00:59 Uhr

Der US-Präsident Donald Trump spricht von Kriegen, die gewonnen werden müssen; die Türkei ist dabei den Rechtsstaat abzuschaffen und Deutschland verdoppelt künftig den Verteidigungsetat: Wann, wenn nicht jetzt, ist der richtige Zeitpunkt über Friedenspolitik zu sprechen, sagen die Mitglieder des Eutiner Friedenskreises im Pressegespräch unisono. In Zusammenarbeit mit der Kreisbibliothek Eutin lädt der Friedenskreis zu seinem ersten Vortrag in diesem Jahr am Freitag, 12. Januar, um 19 Uhr, Interessierte ein: Der Politikwissenschaftler und emeritierter Professor August Pradetto referiert zum Thema: „Die Nato: Friedensmacht oder imperiales Instrument?“ in der Kreisbibliothek.

Mit dem Referenten und Politikwissenschaftler, der nicht nur an der Bundeswehr Universität Hamburg, sondern auch an Universitäten in Wien, Berlin und China unterrichtete, habe der Friedenskreis „ein Schwergewicht“, wie Lutz Tamchina sagte, für die Vortragsreihe gewinnen können. Pradetto wird der Frage nachgehen, wie die Nato sich angesichts zunehmender Unsicherheit über die Außenpolitik wichtiger Nato-Mitglieder, wie die der USA und Türkei, entwickelt. Padettos Arbeitsschwerpunkte sind Außenpolitik und regionale Sicherheit in Europa, Internationales Krisenmanagement, Nato-Osterweiterung, deutsche Außen- und Sicherheitspolitik sowie Auslandseinsätze der Bundeswehr, die Transformation postkommunistischer Systeme sowie Sicherheit in Zentralasien.

„Die Zeit drängt“, beschreibt Wolfgang Schiller vom Friedenskreis die derartige weltpolitische Situation. „Es muss sich etwas ändern, um auch junge Menschen zu erreichen und diese zu motivieren, sich für den Frieden zu engagieren. Die Gefahr vom schlafwandelnd in den nächsten Krieg zu steuern, machen sich viele nicht bewusst.“ Deshalb wolle der Friedenskreis, dessen Vorträge die Mitglieder selbst „als alles andere als Mainstream“ bezeichnen, aufklären und mit Experten informieren. „Noch nie seit dem Ende des Kalten Krieges hat es so viele bewaffnete Konflikte und so viel externe Einmischung“, schrieb August Pradetto in einem kürzlich erschienenen Beitrag im „Blätter für deutsche und internationale Politik“. Im Anschluss an den Vortrag ist Zeit zum Diskutieren.


Weitere Infos: www.friedenskreis-eutin.de

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