Defizit trotz Hausverkauf

Der Verkauf der alten Schule mildert die Finanznot der Gemeinde, deckt das Defizit aber nicht.
Der Verkauf der alten Schule mildert die Finanznot der Gemeinde, deckt das Defizit aber nicht.

Verkauf der alten Schule beschert der Gemeinde Süsel im kommenden Jahr keine schwarzen Zahlen

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21. Dezember 2013, 00:33 Uhr

In seltener Einmütigkeit haben die drei Fraktionen der Gemeindevertretung Süsel den Haushaltsplan 2014 beschlossen: Der Etat hat ein Volumen von 6,5 Millionen Euro. Allerdings fehlen rund 380 000 Euro für einen ausgeglichenen Haushalt. Die Lücke könnte indes noch 240 000 Euro größer klaffen: Mit diesem Ertrag rechnet die Gemeinde nach dem jüngst beschlossenen Verkauf der alten Schule in Süsel.

Das „strukturelle Defizit“ der Gemeinde ohne den Verkauf der alten Schule betrüge 620 000 Euro, sagte Kämmerer Torsten Bruhn. Als Verkaufserlös für die alte Schule stehen 257 000 Euro im Plan, allerdings reduzieren sich die Einnahmen, weil Mieteinnahmen wegfallen und Teile eines Zuschusses zurückgezahlt werden müssen, die der Gemeinde für Erneuerung von Dachfenstern und Heizung gewährt wurden.

Adrianus Boonekamp (CDU) und Martina Kloth-Korten (SPD) erläuterten Zahlen aus dem Haushalt und kamen unabhängig voneinander zu dem Fazit, dass es neben den Pflichtausgaben kaum finanziellen Spielraum gebe. Alle Umlagen, die die Gemeinde abführen muss, erreichten 1,86 Millionen Euro, davon seien 1,594 Millionen Kreisumlage. Durch die jüngst im Kreistag beschlossene Anhebung des Umlagensatzes um einen Prozentpunkt werden weitere 45 000 Euro fällig, die im Plan noch nicht berücksichtigt sind.

65 000 Euro Schulbuskosten, 610 000 Euro Gastschulbeiträge, 611 000 für Kindergärten und 700 000 Euro Verwaltungskosten sind weitere Ausgaben, 350 000 Euro kostet die Bewirtschaftung der gemeindeeigenen Gebäude, und für den Kauf von digitalen Funkgeräten für die Feuerwehren sind 150 000 Euro vorgesehen. 100 000 Euro stehen als Übertrag aus diesem Jahr für ein Feuerwehrauto für Fassensdorf im Plan. Und als Verpflichtungsermächtigung sind 470 000 Euro für zwei Feuerwehrautos im Jahr 2015 notiert.

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