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Ostholsteiner Anzeiger

26. September 2017 | 11:26 Uhr

„Das wird kein Urlaub“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Vom Allgäu bis in den Orient: Lübecker Team startet bei dreiwöchiger Rallye

von
erstellt am 29.Apr.2014 | 16:24 Uhr

Wenn sich heute 116 Teams vom Allgäu aus auf den Weg nach Jordanien machen, sind auch Lübecker dabei. Als Team „Schubdüse“ starten sechs Freunde in drei alten Mercedes-Kombis. „Das ist ein Abenteuer, kein Vier-Sterne-Urlaub“, betont die Lübecker Ärztin Katia Zibelius. Schließlich soll bereits nach drei Tagen Istanbul erreicht sein. Die weitere Tour ist zwar gut durchgeplant, aber neuere Technik wie Navi und Co. dürfen nicht benutzt werden. „Wir machen das richtig altertümlich mit Straßenkarte“, sagt Zibelius. Ebenso seien Autobahnen tabu. Und jedes Auto durfte nicht mehr als 1111 Euro kosten oder musste älter sein als 20. „Alle persönlichen Reisekosten übernehmen wir selbstverständlich auch selbst“, erklärt Zibelius. Bis zu 3000 Euro kann laut Angaben der Rallye-Organisatoren der Trip schnell kosten.

Bei der dreiwöchigen Allgäu-Orient-Rallye geht es aber nicht nur um Spaß und Abenteuer-Lust. Es geht auch um Spenden, die die Teilnehmer im Vorfeld oder während der Rallye einwerben. Und alle Autos, die es bis Jordanien schaffen, werden vor Ort verwertet, mit dem Erlös lokale Hilfsprojekte unterstützt. „Zudem wollen wir mit unserer Reise in den Orient die Organisation ,Shelter-Box‘ unterstützen“, sagt die Lübeckerin. Die „Shelter-Box“, eine Kiste etwa so groß wie ein großer Reisekoffer, enthält überlebenswichtigen Dinge wie Wasseraufbereitung, Zelte oder Decken. Sie wurde speziell für schnelle Hilfe in Krisengebieten entwickelt. „Jordanien hat momentan eine große Aufgabe mit der Versorgung der Flüchtlinge aus Syrien zu bewältigen“, sagt Zibelius. Neben Katia Zibelius ist ihre Schwester Maja – ebenfalls Ärztin – im Team. Hinzu kommen Moritz Hagedorn aus Hamburg (gelernter Kfz-Mechaniker und jetzt Arzt), Björn Bösel aus Lübeck (Maschinenbau-Ingenieur), Jens Deglow aus Lütjensee (Rettungssanitäter) und Marcus Köhler aus Braunschweig (Maschinenbau-Ingenieur). „Wir sind also gut gerüstet“, sagt Zibelius über das Lübecker Team.

Die Ungewissheit, was sie auf der Strecke erwartet, bleibt jedoch. „Aber das macht gerade den Reiz aus“, sagt die Kieferchirurgin. Für alle, die das Abenteuer des Lübecker Teams miterleben und verfolgen wollen: Die sechs Freunde berichten live im Internet auf Facebook unter dem Namen „AOR Schubdüsen“.


Weitere Infos zur Rallye unter www.
allgaeu-orient.de, zu „Shelter-Box“ unter www.shelterbox.de.

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