Lensahn : Das Werk eines Feuerteufels?

Die brennenden Fahrzeuge waren nicht mehr zu retten in den Carports. Das schnelle Eingreifen der Wehren verhinderte ein Übergreifen der Flammen auf die nahen Wohnhäuser. Wer etwas bemerkt hat, kann sich bei der Polizei melden.
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Die brennenden Fahrzeuge waren nicht mehr zu retten in den Carports. Das schnelle Eingreifen der Wehren verhinderte ein Übergreifen der Flammen auf die nahen Wohnhäuser. Wer etwas bemerkt hat, kann sich bei der Polizei melden.

Drei Fahrzeuge und zwei Carports brennen in der Straße „Zum Klützenberg“ komplett aus.

shz.de von
08. Dezember 2018, 20:54 Uhr

Gleich mehrere Feuer an vier Orten in einer Straße hatte die Feuerwehr bei einem Großeinsatz in Lensahn zu löschen. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Die Kriminalpolizei hat noch in der Brandnacht die Ermittlungen aufgenommen – es gebe offensichtliche Hinweise auf Brandstiftung.

Sowas haben selbst die erfahrenen Ermittler der Kriminalpolizei noch nicht gesehen. In der Straße „Am Klützenberg“ brannte es in der Nacht zum Samstag gegen 2 Uhr gleich an vier verschiedenen Einsatzstellen – vermutlich ausgelöst durch einen oder mehrere Feuerteufel. In einem Carport direkt an einer Doppelhaushälfte brannte ein Wagen und der Carport, auf der gegenüberliegenden Straßenseite standen zwei weitere Fahrzeuge und ein freistehendes Carport in Flammen. Ein viertes Auto in der direkten Nachbarschaft ging ebenfalls in Flammen auf. Auch eine Aufbewahrungsbox direkt am Gebäude auf einem weiteren Grundstück verbrannte. Nur durch das umsichtige Handeln der Bewohnerin konnte ein größeres Feuer verhindert werden. Zusätzlich hatte der oder die Täter versucht ein fünftes Fahrzeug unter einem Carport anzuzünden. Sie stopften die vorher entwendeten vollen Plastiksäcke unter das Fahrzeug. Offensichtlich wurden sie gestört.

Funkenflug durch den starken Wind

„Beim Eintreffen der Feuerwehr standen drei PKW und zwei Carports im Vollbrand.“, erklärt Einsatzleiter Hartmut Junge von der Feuerwehr Lensahn. Sofort begannen die Einsatzkräfte parallel mit der Brandbekämpfung. An der Doppelhaushälfte, wo der Carport direkt ans Haus gebaut wurde, ist die Lage anfangs dramatisch. Das Feuer drohte auf den kompletten Dachstuhl überzugreifen. Nur durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte dies verhindert werden. Es waren bereits Fensterscheiben geborsten und auch die Nebeneingangstür war durch das Feuer nicht mehr vorhanden. Fahrzeug und Carport brannten komplett aus. Auf der anderen Straßenseite fast das gleiche Bild. Gleich zwei Wagen und der Carport lichterloh in Flammen. Glück für die Einsatzkräfte – der Unterstand für die Fahrzeuge stehen nicht direkt am Gebäude. Doch auch hier war ein schnelles Eingreifen der Einsatzkräfte erforderlich. „Wir hatten sehr starken Funkenflug durch den starken Wind“, sagt Junge. Gleich mehrere Atemschutzgeräteträger bekamen das Feuer mit einem massiven Wassereinsatz unter Kontrolle.

Ein weiteres Fahrzeug wurde ebenfalls in Brand gesteckt, hier konnten aber Anwohner den Entstehungsbrand noch gerade rechtzeitig löschen. Die weiteren Versuche einer Brandstiftung an zwei anderen Einsatzstellen führten dann zum Glück nicht zum Erfolg. „Es ist einfach nur Wahnsinn, was hier heute Nacht passiert ist. Hoffentlich findet die Polizei den oder die Täter“, sagte eine direkt betroffene Anwohnerin geschockt. Überall blickte man in besorgte und geschockte Gesichter. Die Polizei und Kriminalpolizei haben noch in der Brandnacht die Ermittlungen aufgenommen. Aus Kreisen der Polizei hieß es, dass es sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit um Brandstiftung handelt.

Über die Schadenshöhe machte die Polizei keine Angaben. Die Feuerwehren aus Lensahn, Lensahnerhof, Sipsdorf und Oldenburg waren mit rund 60 Einsatzkräften vor Ort.

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