Malente : Das Warten auf neue Bäume nimmt kein Ende

Bauhofmitarbeiter Andreas Smaluhn lockert einen der Pflanzenschutzgitter, damit dieses mit dem Ladekran des Lastwagens herausgehoben werden kann. Wann hier wieder ein Baum stehen wird, ist unklar.
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Bauhofmitarbeiter Andreas Smaluhn lockert einen der Pflanzenschutzgitter, damit dieses mit dem Ladekran des Lastwagens herausgehoben werden kann. Wann hier wieder ein Baum stehen wird, ist unklar.

Der Baumbestand in der Bahnhofstraße bleibt weiterhin lückenhaft.

shz.de von
20. Juni 2014, 04:30 Uhr

Der Baumbestand in der Bahnhofstraße bleibt weiterhin lückenhaft. Vor mittlerweile anderthalb Jahren hatte sich der Planungsausschuss intensiv mit möglichen Nachpflanzungen befasst. Zwölf von ursprünglich 110 Bäumen sind zwölf nicht mehr vorhanden oder in schlechtem Zustand. Da die Gemeinde mit den vorhandenen Haselnussbäumen nicht recht glücklich ist – ihre Früchte sorgen zeitweise für eine erhebliche Verschmutzung des Rad- und Gehwegs – stellte der Gärtnermeister der Gemeinde, Martin Goldberg, dem Ausschuss zwei weitere Baumarten vor, die alternativ gepflanzt werden könnten: Säulenhainbuche und Zierkirsche. Doch der Ausschuss konnte sich nicht entscheiden. Statt dessen verkündete der Ausschussvorsitzende Klaus Schützler: „Alle machen sich noch mal Gedanken.“ Diese Denkpause blieb offensichtlich ohne Ergebnis.

Im vergangenen Sommer hatte Goldberg noch für einen Hingucker gesorgt, indem er fehlende Bäume durch bunt bepflanzt Baumschutzgitter ersetzte. Doch in dieser Woche entfernten zwei Mitarbeiter des Bauhofs die Baumschutzgitter und planierten die Baumscheiben, auf denen sie standen. Eine Neuauflage der „vandalischen Säulen“ wird es nicht geben. So wurden die bepflanzten Schutzgitter scherzhaft genannt, weil sie im Vorgriff auf mögliche Vandalismus-Schäden bereits leicht schief eingesetzt worden waren. In dieser Hinsicht wäre eine baumlose Bahnhofstraße sicherlich vorteilhaft: Denn wo nichts steht, kann auch nichts kaputt gemacht werden.

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