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Ein Eutiner in den USA : Das Tüpfelchen auf dem „i“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der Eutiner Paul Sprick gewinnt mit dem Basketballteam der Greensboro Day School den Landestitel.

shz.de von
erstellt am 02.Mär.2015 | 14:53 Uhr

Der 19jährige Eutiner Paul Sprick erlebte am Wochenende das sportliche Highlight seiner Basketball-Laufbahn. Er gewann mit dem Team der Greensboro Day School die Nord-Carolina-Meisterschaft mit einem 44:34-Erfolg im Finale gegen den Dauerrivalen Wesleyan Christian Church. „Die meisten haben uns als Außenseiter gesehen – aber wir nicht“, sagt Sprick stolz.

Während sich hier das Wetter nicht so recht zwischen Winterende und Frühlingsanfang entscheiden kann, sind die Verhältnisse im US-Bundesstaat Nord Carolina klar. „Hier hat es in den letzten beiden Wochen ein regelrechtes Schneechaos gegeben“, berichtet Paul Sprick. In Carolina schneie es höchstens alle zwei Jahre, die wenigsten Autos haben Winterreifen, da können ein paar Schneeflocken schon für handfeste Probleme auf den Straßen sorgen. So wurde die Endrunde um den Titel um eine Woche verschoben, damit die acht besten Teams aus Nord Carolina anreisen konnten. Für das Team der Greensboro Day School hieß das dreieinhalb Stunden Busfahrt.

Die Endrunde wurde Donnerstag, Freitag und Sonnabend gespielt. „Es ist das große Ziel, auf das wir hingearbeitet haben“, sagt Paul Sprick. Er selbst bekam nur wenige Einsatzzeiten, denn ausgerechnet vor den wichtigsten Wochen des Jahres zog sich der Aufbauspieler eine schmerzhafte Fußverletzung zu. Trotz intensiver Behandlung war er nicht vollkommen fit. „Ich bin zurzeit bei etwas 70 Prozent meines körperlichen Leistungsvermögens“, stellt er wehmütig fest. Dabei lieferten die „Bangels“ aus Greensboro eine tadellose Partie ab. In der Spielzeit von 32 Minuten setzte sich die Day School mit zehn Punkt Vorsprung durch. „Dabei haben wir Wesleyan so souverän beherrscht, dass das Team 14 Minuten lang keinen Treffer aus dem Spiel heraus erzielen konnte“, blickt Paul Sprick auf das Match zurück.

„Es war eine sehr emotionale Endrunde, ich bin stolz, dass ich in den Finalspielen dabei sein durfte“, sagt Sprick. Die Zeitung „USA today“ sah in dem Endspiel „eines der Highlights der Saison“ und stellte einen Videostream ins Netz. In North Carolina wurde das Finale live im Fernsehen übetragen.

Der Titelgewinn wurde in Greensboro mit Pizza beim Italiener gefeiert, dort bereiteten rund 60 Fans dem Team einen großen Bahnhof. Am gestrigen Montag hatte Paul Sprick einen besonderen Termin, zum Maß nehmen am Ringfinger, denn für die Landesmeister gibt es einen Ehrenring für jeden Spieler.

Der Titel ist der bisher größte Erfolg, doch er muss noch nicht das Ende der Saison bedeuten. Vom 2. bis 4. April wird im New York Madison Square Garden die „National Championship“, also die USA-Meisterschaft ausgespielt. dazu werden die acht besten Teams eingeladen. Die Entscheidung trifft innnerhalb von 14 Tagen eine Jury aus Experten.

Erst einmal haben Paul Sprick und seine Mitspieler zur Erholung nach der langen Saison zwei Wochen Basketballpause. Wenn in dieser Zeit das Telefon bei Greensboro Chef-Coach Fred Johnson klingelt, werden sie danach wieder ins Training einsteigen. „Ich habe gehört, dass unsere Chancen auf eine Einladung nicht schlecht sind“, berichtet Paul Sprick. Das wäre das Tüpfelchen auf dem „i“, oder wie Fred Johnson sagt: „It’s the icing on the cake!“

 

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