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Preetz : Das Thema Integration in der Schule diskutiert

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Angehende Erzieher und Sozialpädagogen diskutierten mit Landtagskandidaten

Das Thema „Integration von geflüchteten Menschen durch Erziehung und Bildung“ stand im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion von Schülern des Berufsbildungszentrums mit den Kandidaten zur Landtagswahl am Standort Preetz. 180 angehende Erzieher und Sozialpädagogische Assistenten diskutierten mit den Politikern darüber, wie diese die professionelle Integration von Flüchtlingen in pädagogischen Einrichtungen in Zukunft politisch weiter gestalten wollen.

Eingeladen waren Vertreter aller im Landtag vertretenen Fraktionen. Auf dem Podium nahmen Regina Pörsch (SPD), Eka von Kalben (Bündnis 90/Die Grünen), Lars Harms (SSW), Friederike Mey (Die Piraten), Christopher Vogt (FDP) und Werner Kalinka (CDU) Platz. Ende 2016 stellte sich den verantwortlichen Lehrkräften, Kerstin Andritter und Torben Pauls, die Frage, wie die Lernenden im Unterricht am besten auf die Landtagswahl am 7. Mai vorbereitet werden können. Da die Auszubildenden in ihren berufsbezogenen Praktika vermehrt mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen in Kontakt gekommen waren und die Integration von Flüchtlingen ein gesellschaftlich bedeutsames und parteiübergreifend bearbeitetes Thema darstellt, war die Entscheidung schnell getroffen.

Bereits im Politikunterricht bereiteten sich die insgesamt acht Klassen seit Anfang Februar auf das Thema der Podiumsdiskussion vor. Auf der Agenda standen unter anderem der Flüchtlingspakt der Landesregierung und die Wahlprogramme der antretenden Parteien. Als besonders spannend empfanden die Lernenden aber das Lernen am anderen Ort. In Kleingruppen erkundeten sie verschiedene Bildungseinrichtungen. Dabei waren sie geleitet von den Fragestellungen „Was ist vom Flüchtlingspakt in der Praxis bereits realisiert worden?“ und „Was sind weitere Aufgaben für die Politik, um die Integration von geflüchteten Menschen zu fördern?“

Dabei entstanden viele Fragen, die am Tag der Podiumsdiskussion endlich an aktuell und in Zukunft verantwortliche Politiker gestellt werden konnten. Kerstin Andritter, Torben Pauls und Schulleiter Axel Böhm empfingen mit den Schülern die Politiker und Lernenden. Die Politiker äußerten sich mit kurzen Einstiegsstatements zur folgenden Frage: „Nehmen Sie an, Sie seien nach der Wahl in Regierungsverantwortung. Welche politischen Schritte nehmen Sie als erstes in Angriff?“. Schon bei diesen Einstiegsstatements stellten Lernende Rückfragen und es entstand eine angeregte und fachlich anspruchsvolle Diskussion. Die Lernenden stellten nicht nur Fragen zum Arbeitsbereich Schule und Kindertageseinrichtungen, sondern auch zur Integration von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Dabei ging es unter anderem um den DaZ-Unterricht, den Betreuungsschlüssel in Kindertageseinrichtungen, die Bereitstellung von Finanzmitteln und um die Inobhutnahme von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen.

Nach anderthalb Stunden waren immer noch nicht alle Fragen der Lernenden beantwortet. Die Politiker boten daher an, offenstehende Fragen schriftlich zu beantworten. Jennifer Hansen (Lernende) verließ die Veranstaltung mit den Worten: „Jetzt habe ich richtig Lust mir die Wahlprogramme noch einmal intensiver anzuschauen.“ Insgesamt war es eine erfolgreiche Veranstaltung für alle Beteiligten. Alle Politiker lobten in ihren Abschlussstatements die Lernenden mit Hochachtung für ihre „intelligenten Fragen“.

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erstellt am 13.Apr.2017 | 16:00 Uhr

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