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Ostholsteiner Anzeiger

21. Oktober 2017 | 16:45 Uhr

Das Schloss setzt 2016 auf Bildung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Mit dem LGS-Programm soll der neue Fokus auf den Bildungsbereich starten / Kooperationen mit Schulen geplant

shz.de von
erstellt am 15.Jan.2016 | 10:18 Uhr

Mehr Besucher, mehr Einnahmen, große Erfolge im Museumsshop – so ließe sich die Erfolgsbilanz des Schlosses für das vergangene Jahr zusammenfassen.

Das Ziel von 27  000 Besuchern wurde mit 28  412 Besuchern deutlich überschritten, wie der Stiftungsratsvorsitzende Christian Herzog von Oldenburg betont. Dies sei erfreulicherweise fast eine Verdopplung der Besucherzahl aus dem Jahr 2013 (15  000). Der Erfolg spiegele sich auch in den Eigeneinnahmen der Stiftung wieder: 153  307,70 Euro kamen durch Führungen und Eintrittsgelder in die Kasse – ebenfalls eine Steigerung um knapp 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Als zunehmend wirtschaftliche Größe entwickelt sich der Museumsshop für die Stiftung“, sagte der Herzog. Nach 2013 (6500 Euro) lief aus Perspektive der Stiftung 2014 schon sehr gut mit insgesamt 27  000 Euro. „2015 konnten die Einnahmen nochmals verdoppelt werden (61  714,38 Euro)“, so der Herzog. Diese Entwicklung zeige vor allem, dass die Leiterin des Museumsshops mit ihren Erfahrungen aus dem Vorjahr sehr dicht an den Besuchern von weiter weg aber auch aus der Region sei, fügte Friederike von Cossel, Stiftungsvorstand, hinzu. „Der Museumsshop ist mittlerweile auch im Bewusstsein der Menschen vor Ort.“

Eberhard Schmidt-Elsaeßer war in seiner Doppelfunktion – als Staatssekretär im Ministerium für Justiz, Kultur und Europa sowie als stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates – stolz über die „positive Entwicklung“: „Der gute Besucherzuspruch zeigt, dass wir mit dem 2014 begonnenen und 2015 weitergeführten Maßnahmenkatalog die richtigen Akzente setzen und ein zunehmend breiteres Publikum für das Eutiner Schloss begeistern können.“ Sowohl der Herzog als auch Schmidt-Elsaeßer lobten Friederike von Cossel für ihre Arbeit.

An Baumaßnahmen stehe 2016 der Brandschutz sowie die Umsetzung der lange geforderten Barrierefreiheit auf dem Programm. „Den Aufzug und die Umsetzung für die bessere Begehbarkeit des Innenhofes werden wir vor der Landesgartenschau nicht mehr schaffen, suchen aber gerade nach einer temporären Lösung“, sagte von Cossel. So werde über die Auslegung von Matten im Innenhof nachgedacht, damit das historische Pflaster zumindest für Menschen mit Gehbehinderungen einfacher zu bewältigen sei.

Das wohl größte Projekt für die Stiftung war die Revitalisierung des Küchengartens. Schmidt-Elsaeßer: „Wir müssen ganz klar sagen, hätten wir die LGS nicht, hätten wir das so auch nicht hinbekommen.“ Neben den Landesmitteln von 750  000 Euro flossen rund 1,4 Millionen EU-Mittel in die Revitalisierung des Gartens. Umso größer sei das Anliegen der Stiftung, daraus ein nachhaltiges Projekt zu entwickeln – auch über die LGS hinaus. Wie das funktionieren kann, dazu werden gerade Konzepte entwickelt, machte von Cossel deutlich. „Der Küchengarten ist ein sehr pflegeintensiver Bereich. Die Idee ist, dass wir durch verschiedene Kooperationen mit Partnern eine Struktur von Ehren- und Hauptamtlichen schaffen, bis hin zu Partnerschaften von Bildungsträgern, die für einzelne Parzellen zuständig sind“, so von Cossel.

Der Fokus 2016 liege auf dem Bereich Bildung. „Wir wollen alle Führungen, die wir anbieten, einmal grundlegend überarbeiten und intensiv mit Schulen und anderen Bildungsträgern kooperieren“, sagte Friederike von Cossel. Im Rahmen der LGS gebe es mehrere Veranstaltungen im Programm Plietsch-Grün. „Ich erhoffe mir, dass das Turbojahr LGS hilfreich ist, um eine Menge Erfahrungen zu sammeln, bei Dingen die wir ausprobieren.“

Wer der große erfolgversprechende Name nach Chagall wird, dem eine Sonderausstellung im Schloss gewidmet wird, konnte von Cossel gestern noch nicht verraten. Nur so viel: „Es wird ein großer Name sein, der ähnliche Magnetwirkung über die Region hinaus haben wird.“ Einen Höhepunkt lüftete sie am Ende doch noch: „Wir freuen uns, im zweiten Quartal, die in europaweit einzigartige Hornsammlung in unseren Räumen präsentieren zu dürfen.“

Erfolgreiche Veranstaltungen wie ein buntes Osterprogramm, das Festival der Führungen im Herbst, Herbstgeschichten und der lebendige Advent sowie Schloss im Kerzenschein seien auch für 2016 geplant.

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