Das neue Gesicht der VHS Bosau

Annemarie Rohe ist die Leiterin der Bosauer Volkshochschule.
Annemarie Rohe ist die Leiterin der Bosauer Volkshochschule.

Die 27-jährige Annemarie Rohe aus Hassendorf hat ihre Arbeit aufgenommen und bietet erstmals Kurse dezentral in der Gemeinde an

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31. Dezember 2015, 00:32 Uhr

Die 27-jährige Annemarie Rohe aus Hassendorf gehört zu den wohl jüngsten Leiterinnen einer Volkshochschule in Schleswig-Holstein. Seit drei Monaten schon ist mit der Aufnahme ihrer Tätigkeit die Vakanz der VHS-Leitung in Bosau beendet. Offiziell übernimmt Annemarie Rohe die VHS-Leitung von Jürgen Behnke, der das Amt zum Ende des Frühjahrssemesters abgab.

Hauptberuflich ist Annemarie Rohe Arbeitsvermittlerin beim Jobcenter Eutin. Sie hat ihren Master in der Unternehmensberatung gemacht und ist beim Jobcenter für Selbstständige und Schwerbehinderte zuständig. „Ich habe lange Zeit nach einem Ehrenamt gesucht“, sagte Annemarie Rohe. Doch in der Flüchtlingsbetreuung habe sie nichts gefunden, was ihren Interessen und Fähigkeiten entsprach.

Dann stieß Annemarie Rohe auf die Vakanz der Leitung der VHS in Bosau. „Zuerst dachte ich, ich sei zu jung dafür“, sagte sie bescheiden. Ihr Ehemann habe sie dann darin bestärkt, sich zu bewerben. Sie war dann auch die einzige Bewerberin, obgleich der darüber entscheidende Ausschussvorsitzende Burkhard Klinke nach der Absage an den später abgelehnten Bewerber Max Plieske als Begründung gern eine größere Auswahl gehabt hätte.

Doch das politische Hick-Hack interessiet Annemarie Rohe nicht. Sie hat Ziele: „Ich möchte für die VHS mehr Teilnehmer gewinnen.“ Als Schulungsorte sollen neben Haus des Kurgastes, Schule und Turnhalle jetzt auch Schulungsräume in den Dörfern genutzt werden. „Mit den Feuerwehren habe ich bereits gesprochen“, berichtet Annemarie Rohe von guten Gesprächen. Sie wolle vor allen Dingen die Braaker mit Angeboten in der Wisserkate gewinnen und so das Gefühl der Zugehörigkeit zur Gemeinde Bosau stärken.

Einiges habe sie bereits gemeinsam mit ihrem Beirat aus Bodo Albrecht, Inge Panzer, Rainer Siemers, Reiner Nehmer und Corinna Westphal im neuen Programm umgesetzt. „Überhaupt bin ich sehr dankbar für den großen Einsatz des VHS-Beirates“, erzählt Annemarie Rohe. Erste Kurse finden in Liensfeld, Thürk oder Hassendorf mit „Whisky für Beginner“ mit schon großer
Resonanz aus Hassendorf statt. Es seien Teilnehmer dabei, die erstmals mit der VHS zu tun hätten. „Mit einer breiten Akzeptanz des Angebotes hoffe ich auf mehr Teilnehmer“, hofft die 27-jährige Bosauer VHS-Leiterin.

So soll auch die Präsenz der VHS Bosau mit der Gestaltung des Heftes und im Internet aufgewertet werden. „Künftig wird man sich auch online zu Bosauer VHS-Kursen anmelden können“, freut sich Annemarie Rohe auf ein neues, einheitliches Erscheinungsbild der VHS Bosau.

In den ersten drei Monate hat sich Annemarie Rohe bereits gut eingearbeitet: „Am Anfang war es wirklich sehr viel Arbeit.“ Stolz ist sie auf den ersten Sprachkurs, der seit dem 14. Dezember mit 14 in der Gemeinde Bosau lebenden Flüchtlingen stattfindet. Sie treffen sich unter der Leitung von Roland Bickel werktäglich zwei Stunden zum Unterricht.

Aber es steht 2016 noch mehr an: „Es wird eine Kooperation mit der Bosauer Backschule geben.“ Außerdem gibt es einen Grundkurs in Fotografie, Spanisch und „Jogilatis“ im Angebot. Wer einen VHS-Kurs anbieten möchte, der sollte sich mit Annemarie Rohe (Telefon 04527/972012) in Verbindung setzen.  

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