Das Naturpark-Zentrum zieht von Plön nach Eutin um

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26. November 2018, 20:21 Uhr

Die Zentrale des Naturparks Holsteinische Schweiz wird 2019 aus dem Uhrenhaus in Plön ausziehen und in die Eutiner Opernscheune umziehen. Dieser Beschluss fiel gestern Abend in einer Mitgliederversammlung des Naturparkvereines im Uhrenhaus: Fast 75 Prozent der Stimmen entfielen auf einen Schritt, den der Vorstand des Vereines bereits mit großer Mehrheit befürwortet hatte.

Der Abstimmung vorausgegangen war eine teils emotional geführte Diskussion, in der sich Plöns Bürgermeister Lars Winter, der stellvertretende Landrat des Kreises Plön, Thomas Hansen, und Kreispräsident Stefan Leyk für einen Verbleib des Naturparks in Plön einsetzten. Sie machten vor allem finanzielle Gründe geltend, ein Verbleib würde deutlich weniger kosten als ein Umzug nach Eutin. Winter kündigte noch vor der Abstimmung an, dass er bei einem Votum für Eutin in der Plöner Ratsversammlung einen Austritt der Stadt aus dem Naturparkverein beantragen werde. Nach der Abstimmung legte er sein Amt im Vorstand des Vereines nieder.

Ostholsteins Landrat Reinhard Sager und Eutins Bürgermeister Carsten Behnk hatten betont, dass der Umzugsbeschluss das Resultat eines langen Prozesses sei, der nicht zuletzt durch Probleme mit dem Vermieter in Plön angestoßen worden sei. Gestern fiel zufällig auch ein Gerichtsurteil, nach dem der Naturparkverein gut 10 000 Euro für die Sanierung des Wurmbefalles im Dachstuhl des Uhrenhaus bezahlen muss.

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