zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

18. August 2017 | 11:03 Uhr

Das Mühlen-Areal hat eine Zukunft

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Hans-Jürg Buss und Tina Benz wollen „ErlebnisReich Gestüt Schierensee“ vollenden / Investition von rund 1,5 Millionen Euro in Grebin

Der Gemeinde Grebin und den Behörden liegen weitreichende Pläne zur Zukunft des Mühlen-Areals in Grebin vor. Absender ist Hans-Jürg Buss. Der 62-jährige Besitzer des gegenüber liegenden Gestüts Schierensee will das Mühlen-Areal gemeinsam mit seiner Lebenspartnerin Tina Benz touristisch aufwerten und in das „ErlebnisReich Gestüt Schierensee“ einbinden, bestätigten beide auf OHA-Anfrage. Die Verträge mit der Gemeinde seien bereits unterschriftsreif. Es stehe Dienstag lediglich noch ein Gespräch mit dem Kreis Plön an. Die Grebiner Gemeindevertretung tagt am nächsten Donnerstag in einer Sondersitzung zu diesem Thema.

Das Beratungsunternehmen „Inspektour“ hatte der Gemeinde Grebin in drei Szenarien vor mehreren Monaten noch wenig Hoffnung zur Zukunft des Mühlen-Areals gemacht und lediglich einen Abriss des Mühlencafés zur Vermeidung von Folgekosten empfohlen. Doch an eine weitreichende touristische Aufwertung des gesamten Gebietes um den Schierensee herum und damit von Grebin hatte offenbar noch keiner gedacht. Dort werden bereits Gestüt, Zauberfeengarten, Anglerparadies, Ferienwohnungen und Veranstaltungen angeboten.

Hans-Jürg Buss und Tina Benz wollen mit der Nutzung der von der Gemeinde für 25 Jahre gemieteten Mühle „Wagria“ das Gebiet um den Schierensee zu einem attraktiven Anziehungspunkt für Einwohner und Feriengäste machen. Das Gestüt ist über einen Wanderweg am Schierensee entlang zu erreichen. So sollen auf dem von der Gemeinde erworbenen Mühlenareal eine neue Gastronomie und drei Ferienwohnungen für Familien sowie ein Natur- und Tiererlebnis aber auch ein von Tina Benz entworfener Garten mit vielen Kräutern entstehen. Die Mezzo-Sopranistin könnte sich auch eigene Konzerte am Mühlen-Areal vorstellen – wie bereits im vergangenen Jahr in ihrem Zauberfeengarten direkt am Schierensee. „Unser zentrales Ziel ist es, die historische Mühle wieder zu beleben und der Öffentlichkeit regelmäßig zugänglich zu machen“, sagte Hans-Jürg Buss und nannte Kosten für das Gesamtprojekt von über 1,5 Millionen Euro.

Dafür muss das Mühlencafé abgerissen werden. Dort sollen ein reetgedecktes Fachwerkgebäude für die Gastronomie mit historischem Baumaterial geschaffen werden. Das Haus bietet Platz für Speisesaal, Bar, Gastroküche, einem offenen Kamin, Toiletten, Abstellräumen aber auch Verkaufsladen. Ans Gebäude sollen sich eine Betreiberwohnung und drei Ferienwohnungen mit jeweils 60 Quadratmeter Grundfläche anschließen. Das dafür zusätzlich benötigte Grundstück unterhalb des ehemaligen Mühlencafés hat Buss bereits gekauft. Links am Weg zur Mühle „Wagria“ sollen Parkplätze mit einer Ladestation für Elektroautos entstehen. Die Anpachtung weiterer angrenzender Flächen ist unterschriftsreif vorbereitet.

Tina Benz und Hans-Jürg Buss rechnen bei einer Realisierung des Projektes am Mühlen-Areal mit der Schaffung von fünf weiteren Arbeitsplätzen in Grebin – zwei davon in Vollzeit. „Hinzu kommen volkswirtschaftliche Impulse, die die Feriengäste entfalten werden“, sagte der Schweizer Wirtschaftswissenschaftler. Eine Zusammenarbeit mit „Hofkneipe“, „Grebiner Krug“ und „Spaghetteria“ sei erwünscht. Buss: „Wenn alles klappt, dann können Eigentums- und Mietantritt schon am 1. Mai sein.“ Und bereits am Himmelfahrtstag (5. Mai) könnte erstmals der Gastronomiebetrieb an der Mühle – zunächst aus der Gastroküche im Espenhaus auf Gestüt Schierensee per Shuttle bedient – aufgenommen werden, so Tina Benz und Hans-Jürg Buss über ihre zeitlich ambitionierten Ziele. Der Name der Gastronomie an der Mühle steht auch schon fest: „To’n Windbüdel“.  

zur Startseite

von
erstellt am 15.Apr.2016 | 00:20 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen