„Das letzte war ein wirklich tolles Jahr“

Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz (von links) vereidigte Ralf Klesny und Sven Stock.
Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz (von links) vereidigte Ralf Klesny und Sven Stock.

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12. Januar 2015, 12:13 Uhr

Rechnerisch jede Woche einen Einsatz, eine Verbesserung der Einsatzkleidung und ein neuer Mannschaftswagen: Ortswehrführer Ralf Klesny machte in der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Neudorf im Gerätehaus einen zufriedenen Eindruck. „Ich muss sagen, dass das letzte Jahr ein wirklich tolles Jahr war. Wir hatten allen Kritikern und Möchtegern-Insidern zum Trotz sehr viel Spaß bei einer guten Kameradschaft innerhalb der Wehr. Wir sind auf einem sehr guten Weg, nicht nur personell, zu alter Stärke zurückzufinden.“

Zum Jahresbeginn gehörten der Wehr 26 Aktive mit einem Durchschnittsalter von 33,3 Jahren an, darunter fünf Frauen und vier Anwärter. Mit fünf Mitgliedern der Ehrenabteilung und 125 Förder-Mitgliedern sei die Feuerwehr der größte Verein in Neudorf, sagte Klesny.

Die Zahl der Einsätze sei im Vergleich zu 2013 um fünf auf 53 gestiegen, darunter 14 Kleinbrände, zwei Verkehrsunfälle, sieben Türöffnungen und zwölf Fehlalarmierungen.

Es wurden, wie es weiter hieß, 18 Lehrgänge besucht und insgesamt 4000 Stunden geleistet. „Im Endeffekt ist fast jeder Tag ein Feuerwehrtag“, sagte Klesny.

„Wir sind gut ausgerüstet“, dankte der Ortswehrführer der Stadt. 2014 seien Spinde, Tische und Stühle für den Aufenthaltsraum, eine Plane mit Unterkonstruktion für einen Anhänger angeschafft worden. Ein besonderer Dank verdiene eine Eutiner Bürgerin, die erst durch eine 5000-Euro-Spende den Kauf des Mannschaftswagens möglich gemacht habe. So habe die Wehr ein Neufahrzeug im Wert von 55  000 Euro bekommen, für das die Stadt Eutin nur 35  000 Euro zahlen müsse. Die weiteren Kosten seien „durch Verhandlungsgeschick und Rabatte“ eingespart worden, sagte Klesny dem OHA. Die offizielle Übergabe des neuen Autos werde voraussichtlich im Februar folgen.

Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz sprach der Wehr für die gepflegte Liegenschaft und gut ausgestattete Fahrzeuge sein Kompliment aus. Auch wenn sich jüngst im Bauausschuss die Gemüter um den Neubau eines Feuerwehrhauses erhitzt hätten, stünden die Stadtvertreter zur Feuerwehr.

Klaus-Dieter Schulz vereidigte Ralf Klesny als Wehrführer und Sven Stock als seinen neuer Stellvertreter. Die Wahlen waren während einer Mitgliederversammlung im November erfolgt, Sven Stock übernahm das Amt nach einem Rücktritt von Kai Richter.

Eine gute Zusammenarbeit mit den Eutiner Wehren unterstrich der THW-Ortsbeauftragte Klaus-Peter Plötz, der zugleich daran erinnerte, dass beim THW 10  000 Säcke zur Befüllung mit Sand für Hochwasserbekämpfung lagerten. Beim letzten Hochwassereinsatz hätten Nachbarwehren Säcke aus Lübeck angefordert.

„Die Neudorfer Wehr ist eine Wehr, in der man sich auch nach dem Dienst wohlfühlen kann“, stellte Gemeindewehrführer Heino Kreutzfeldt fest. Und die Wehr profitiere davon, dass sie auch einen Polizeibeamten und eine THW-Helfer in ihren Reihen habe. „Sein Erfahrungsschatz ist mit keiner Theorie zu ersetzen“, merkte Kreutzfeldt in Hinsicht auf einen THW-Helfer an, der fünf
Wochen in Sierra Leone im Einsatz war.

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