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Ostholsteiner Anzeiger

24. August 2017 | 03:42 Uhr

Das Jugendzentrum steht vor Schließung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Sozialausschuss der Gemeinde Bosau entscheidet heute

Das Jugendzentrum der Gemeinde Bosau in Hassendorf ist seit vielen Jahren ein Aushängeschild der Gemeinde. Doch das Interesse der Jugendlichen an der Einrichtung und ihren Möglichkeiten lässt immer mehr nach. Jetzt steht die Schließung der Einrichtung auf der Tagesordnung des gemeindlichen Sozial-, Schul-, Kultur- und Jugendausschuss. Er wird sich am heutigen Donnerstag unter dem Vorsitz von Burkhard Klinke (SPD) damit auseinander setzen.

„Es ist gegenwärtig absehbar, dass durch die Einführung der Offenen Ganztagsschule an der Heinrich-Harms-Schule eine Veränderung im Verhalten der Jugendlichen eingetreten ist“, so Bürgermeister Mario Schmidt in der Sitzungsvorlage. Die offene Jugendarbeit im Jugendzentrum werde nur noch in sehr eingeschränktem Umfang wahrgenommen.

Derzeit trage die Gemeinde Bosau doppelte Kosten für die Jugendarbeit. Schmidt zum OHA: „Das Jugendzentrum Hassendorf schlägt in diesem Jahr mit 68 000 Euro zu Buche.“

Die Jugendarbeit wurde durch die Gemeindejugendbetreuer Claus-Peter „Pink“ Jacobsen, Jörg Tamar und zuletzt Rainer Ziegler geprägt. Bereits Ziegler musste Stunden seiner Arbeitszeit als
Gemeindejugendbetreuer in der Offenen Ganztagsschule einsetzen. Erst im vergangenen Jahr wurde die Stundenzahl noch einmal erhöht. Die Jugendlichen trafen Ziegler mehr in der Offenen Ganztagsschule in Hutzfeld als im Jugendzentrum in der Alten Schule in Hassendorf.

Hinzu kommt, dass die teilzeitbeschäftigte Mitarbeiterin im Jugendzentrum Hassendorf im Februar 2016 mit Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand geht. Mario Schmidt: „Die Gemeinde sollte daher entscheiden, ob eine offene Jugendarbeit mit dem Jugendzentrum für die Zukunft noch notwendig ist.“

Bei der anstehenden Entscheidung geht es auch um die Zukunft des seit vielen Jahren bestehenden Ferienpasses. Der, so der Vorschlag von Mario Schmidt, könnte auch von der Offenen Ganztagsschule betreut werden. Für den Ferienpass könnte das die Chance sein, auch endlich kostendeckend für die Gemeinde Bosau zu sein.

Das Thema wurde im Rahmen der Haushaltskonsolidierung der Gemeinde Bosau thematisiert, sieht Burkhard Klinke vorsichtig einen Konsens über die Schließung des Jugendzentrums in Hassendorf im Bereich des Möglichen. „Die Besucherzahlen sind gravierend rückläufig“, sagte er. Zugleich äußerte er sich erfreut, dass die Offene Ganztagsschule in Hutzfeld so gut angenommen werde. Wichtig ist laut Klinke allerdings, dass der Bosauer Ferienpass erhalten bleibt.

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erstellt am 25.Nov.2014 | 15:44 Uhr

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