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Ostholsteiner Anzeiger

21. November 2017 | 03:50 Uhr

PLÖN : „Das ist ein Sport, der mir gefällt“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Das Sommerlager der Plöner Gruppe „Castrum Plune“ gab Einblicke in das Leben, das die Menschen vor 1000 Jahren gelebt haben.

shz.de von
erstellt am 15.Jun.2015 | 12:00 Uhr

Der starke Applaus der Besucher ließ die Darsteller der Plöner Gruppe „Castrum Plune“ (Burg Plön) nach ihren Schau- und Freikämpfen wieder zum „Leben erwecken“. Der Slawentag am Kreismuseum gab einen Einblick wie die Menschen vor 1000 Jahren gelebt haben. Dazu hatte die ehrenamtliche Gruppe um Initiator Jörn Kruse auf den historischen Boden, der im 13. Jahrhundert Sitz eines Wendenfürsten war, geladen.

Historische Händler und Handwerker gestalteten mit den „Castrum Plune“-Darstellern ein Sommerlager, zu dem Gleichgesinnte aus Itzehoe, Wismar, Lütjenburg, Hamburg, Flensburg und sogar aus dem dänischen Aabenraa angereist waren. Sie zeigten die traditionelle Handwerkskunst der Silber- und Waffenschmiederei, Wollfärberei – und Verarbeitung. Auch die Ledermacher und Holzschnitzer, die Brettspiele von der Antike bis zum Mittelalter zeigten, preisten ihre Waren an.

Vor allem bei den jüngsten Besuchern waren die Mitmach-Aktionen wie Bogenschießen und Beilwerfen sowie das Töpfern slawischer Gefäße unter Anleitung im Kreismuseum begehrt.

Der Nachwuchs lernte beispielsweise auch, wie schwer ein Kettenhemd und die Ausrüstung früher war, in der sie sich fotografieren ließen.

Der vor fünf Jahren ins Leben gerufenen Gruppe „Castrum-Plune“ gehören mittlerweile 17 Darsteller – neun Männer und acht Frauen – im Alter zwischen sechs und 64 Jahren an, die regelmäßig für ihre Schau- und Freikämpfe trainieren. Ihre Ausrüstung wie die Waffen, Schilde, Helme, Lederpanzer und Schutzkleidung sind nach Original-Vorlagen hergestellt. Einer der Darsteller ist der Plöner Gunnar Gampert, der seit Anfang des Jahres dabei ist und der Vorstellung eines „echten Slawen“ imposant widerspiegelt. Seine Motivation in der Gruppe mitzumachen: „Das ist ein Sport, der mir gefällt.“

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