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Ostholsteiner Anzeiger

12. Dezember 2017 | 05:17 Uhr

Eutin : „Das hat sich echt gelohnt“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Im „ausverkauften“ Kino Binchen liefen auf Einladung des Ostholsteiner Anzeigers drei Filme des Festivals Green Screen. Der Abend erntete begeisterte Zuschauer-Reaktionen.

von
erstellt am 22.Aug.2015 | 04:00 Uhr

Die Reaktion war spontan und aus voller Überzeugung: „Das hat sich echt gelohnt“, sagte Doris Grell beim Verlassen des Kommunalen Kinos „Binchen“ am Donnerstagabend. Auf Einladung des Ostholsteiner Anzeigers waren drei Naturfilme vorgeführt worden. Sie konkurrieren beim aktuellen Eckernförder Filmfestival „Green Screen“ um den Publikumspreis des sh:z, und wie in Eutin werden sie in 14 weiteren Städten des Landes gezeigt und dem Votum des Publikums überlassen.

Wie Doris Grell durften am Donnerstag alle Kinogänger im vollbesetzten Kino ihre Stimme abgeben, und eine kleine stichprobenartige Umfrage des OHA zeigte, dass jeder der drei Streifen seine Liebhaber fand. Doris Grell votierte für den Film „Hamiltons Abenteuer – Seekühe mal ganz anders“, der rund um das Schicksal eines männlichen Manatis „gestrickt“ ist und faszinierende Unterwasseraufnahmen aus den Gewässern bei Florida bietet.

Für Maria Röhr aus Eutin stand vermutlich schon vorher fest, welchem Film sie ihre Stimme geben wird: „Unter Störchen – Ein Dorf im Vogelfieber“, ein Portrait des Dokumentarfilmers Herbert Ostwald über das Dorf Rühstädt. Mit fast 40 brütenden Storchenpaaren weist sie die größte Horst-Dichte in Deutschland auf. Maria Röhr ist fasziniert von den großen weißen Vögeln.

Heide Stock aus Eutin votierte für den Film „Wildes Sri Lanka“, ein Mosaik aus Beobachtungen von einer üppigen Tier- und Pflanzenwelt, die ihresgleichen sucht – und wie fast alle Refugien auf dieser Welt von Menschen bedroht ist. Ein getrenntes Votum gab es bei Ehepaar Juhnke aus Eutin, die beide im Tierschutz und speziell im Fledermausschutz aktiv sind: Ihm habe der Storchenfilm am besten gefallen, sagt Thomas Juhnke, weil darin auch nichts beschönigt worden sei. Zweimal wird in diesem Film dokumentiert, dass Störche konsequent ihre Küken, die Zeichen von Schwäche oder Krankheit zeigen, töten und aus dem Horst werfen.

Susanne Juhnke votierte für die ungewöhnliche Welt der Seekühe, führte schmunzelnd als Begründung an, dass ihr die Körperform der Tiere sehr sympathisch gewesen sei. Und ergänzte ernsthaft: „Alle drei Filme haben gezeigt, dass die Natur den Menschen nicht braucht, sondern bedroht.“ Der 13-jährige Jelrik Goetz, dessen Großeltern in Eutin leben, erklärt fachmännisch, dass ihm der Seekuh-Film am besten wegen der Kameraführung und wegen der darin erzählten Geschichte gefallen habe.

Wie in Eutiner abgestimmt wurde, wird vorerst nicht verraten, damit weitere Abstimmungen nicht beeinflusst werden. Rainer Beuthel und Roland Koesling, ehrenamtliche Helfer des Green-Screen-Festivals, haben die Stimmkarten nach Eckernförde mitgenommen. Das Ergebnis wird später nachgereicht.

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