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Kreuzfeld : „Das Gerücht ist absoluter Humbug“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Jahresversammlung der Wehr Kreuzfeld: Bürgermeister Michael Koch tritt allen Spekulationen um neuen Drehleiter-Standort entgegen

von
erstellt am 01.Feb.2015 | 11:03 Uhr

Mit jetzt 38 Aktiven trotzt die Wehr Kreuzfeld erfolgreich dem allerorten beklagten Trend zum Rückzug ehrenamtlicher Helfer. Ihr Wachstum ruft aber auch Neider auf den Plan. Bei der Jahresersammlung am Freitagabend nahm Bürgermeister Michael Koch öffentlich Stellung ztu einem Gerücht, wonach das Drehleiter-Fahrzeug der Ortswehr Bad Malente-Gremsmühlen künftig nach Kreuzfeld verlagert werden solle. Koch: „Das Gerücht ist absoluter Humbug. Die Drehleiter bleibt in Bad Malente-Gremsmühlen.“

Der Bürgermeister zeigte sich bei dieser Klarstellung sichtlich verärgert. Allein in der vergangenen Woche sei er zweimal darauf angesprochen worden. Das Gerücht sorge für Unsicherheit und Unfrieden unter den Bürgern und Feuerwehrleuten. Wer noch Fragen dazu habe, sollte Kontakt mit ihm oder Gemeindewehrführer Bernd Penter aufnehmen, betonte Koch.

Nach seinen Angaben sieht der Feuerwehr-Etat der Gemeinde Malente in diesem Jahr wieder zahlreiche Investitionen vor. Neben der Anschaffung eines neuen Fahrzeugs für die Kreuzfelder Wehr seien 95  000 Euro für den Digitalfunk, 5500 Euro für eine Wärmebildkamera und 5.000 Euro für die Jugendwehr eingestellt. Weitere 8000 Euro seien für die Planung eines neuen Gerätehauses in Kreuzfeld berücksichtigt.

Auch Bernd Penter rief dazu auf, mit der Neiddebatte um die Drehleiter aufzuhören. Viel wichtiger sei das Thema Tagesverfügbarkeit, da die besten Fahrzeuge nichts hülfen, wenn keiner da sei, um sie zu fahren. Er wünschte sich die weitere Beherzigung des Mottos „Einer für alle, alle für einen“.

Der Feuerwehr-Ausschuss werde konsequent und zeitnah das Ziel eines neuen Gebäudes für Kreuzfeld verfolgen, betonte der Gemeindevertreter Peter Blenski (CDU). In der Sitzung am
3. März werde zudem geklärt, dass neue Fahrzeuge zukünftig die Ortswehren erhalten sollen, in denen die Tagesverfügbarkeit gesichert sei.

„Störend auf den Dienstbetrieb wirken sich nicht das hohe Anforderungsniveau, sondern die aufkommenden Gerüchte und das Gerede Unbeteiligter, Nichtinformierter und Außenstehender aus“, sagte Ortswehrführer André Bendrich. Er stellte in seinem Jahresbericht klar: „Wir sehen uns nicht als Konkurrenz. Die Freiwillige Feuerwehr Kreuzfeld ist Teil der Gemeindewehr Malente.“

In der Ortswehr Kreuzfeld werde ein stabiler Mitgliederbestand von 30 plus angestrebt. Zurzeit gehören ihr 38 Aktive sowie fünf in der Ehrenabteilung und rund 100 fördernde Mitglieder an. Im vergangenen Jahr rückten die Kreuzfelder 18mal aus, zu Bränden, Türöffnungen, Unwettereinsätzen, aber auch zu Fehlalamierungen im Intermar-Gebäude. „Es ist ein gutes Gefühl, Euch in unserer Nähe zu wissen“, lobte Bendrich seine Mannschaft. Neben einer umfangreichen Übungstätigkeit setzt der Wehrführer auf noch mehr Spezialisierung jedes Einzelnen, nicht zuletzt, um der sinkenden Tagesverfügbarkeit entgegen zu wirken. Das neue Fahrzeug, das voraussichtlich im November übergeben werden solle, mache die Kreuzfelder Wehr handlungsfähiger, um den Brandschutz und die technische Hilfeleistung im Ausrückebereich Kreuzfeld, Drögendiek, Rachut, Gremsmühlen und Bast sicher zu stellen, so Bendrich.

Eine seltene Ehrung vollzog Bernd Penter, der Harald Ehlers für seine 50-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr Kreuzfeld auszeichnete. In der Hoffnung, dass den Feuerwehren auch zukünftig die Autonomie über die Mannschaftskasse erhalten bleibt, wurde André Brenscheidt für weitere sechs Jahre als Kassenwart wiedergewählt.


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