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Ostholsteiner Anzeiger

23. August 2017 | 20:02 Uhr

Das Ehrenmal soll Mittelpunkt bleiben

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Nach Beratung: SPD gespalten / Grüne offen für Versetzung – CDU dagegen

Wie können Eutins charmante Twieten betont werden? Stören Bäume die Sicht auf die historische Fassade oder sorgen sie auf dem Markt für eine besondere Raumwirkung? Die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses diskutierten gestern Abend viel mit dem Planer Philip Haggeney, der sein Konzept für den ZOB und die Innenstadt von der Peterstraße bis zur Straße Am Rosengarten knapp umriss. Auch die Aktualität der im Januar 2015 kalkulierten Kosten (5,59 Millionen Euro) stellten sie in Frage.

Im Fokus aber stand die Diskussion um den Standort des Ehrenmals auf dem Marktplatz, das laut Planer für eine bessere „Raumwirkung“ und „Nutzbarkeit“ in Richtung Rathaus versetzt werden soll: „Wir haben keine Angst vor einem leeren Platz, der wird von den Menschen bespielt.“

Die FWE sprach von purer „Geldverschwendung, wenn Sie das für 55  000 Euro um 20 Meter verrücken“. Das Ehrenmal sei ein Fixpunkt, stimmte Marcel Kriwet (CDU) ein.

Überrascht hat Gabriele Appel (SPD): „Es ist spannend, wenn wir Dinge verändern wollen, die bis dahin unumstößlich waren. Wir wollen eine neue Platzsituation. Und das Denkmal ist ja nicht weg, nur verrückt. Wenn wir alles so lassen, ist es für mich auch keine Stadtentwicklung.“ Die Mehrheit der SPD teile die Auffassung, betonte Karlheinz Jepp (SPD), aber er selbst sei ein eigenständig denkender Mensch: „Mit mir wird es eine Verschiebung nicht geben.“

Christiane Balzer (Grüne) zweifelte indes an den Argumenten, die gegen eine Verschiebung sprechen: „Selbst die Denkmalpflege sagt, es lässt sich keine objektive Begründung finden, warum die Säule genau dort steht.“ Veränderungen seien eine schwierige Sache, aber es gebe gute Gründe dafür – mehr Fläche für Veranstaltungen wie das Stadt- und Blues-Fest. Gleichzeitig habe sie mit Marktbeschickern gesprochen, die aufgrund von Großveranstaltungen Einbußen befürchten, wenn sie häufiger auf den Berliner Platz ausweichen müssen. Kriwet (CDU) konterte: „Zehn bis 15 Veranstaltungen im Jahr stehen für mich in keinem Verhältnis zur Versetzung.“ Endgültig entscheiden will und sollte der Ausschuss nächsten Mittwoch darüber, denn laut Bauamtsleiter Bernd Rubelt wird die Zeit für die Förderanträge knapp, wenn Anfang 2017 gebaut werden soll.

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erstellt am 03.Mär.2016 | 17:45 Uhr

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