"Dann machen Sie mal" - Eutinerin trifft Kanzlerin

Schnappschuss: Die Eutinerin Geneviève Granier-Nerlich fotografierte sich mit Angela Merkel – „wie ein Teenager“, wie sie berichtet.
1 von 2
Schnappschuss: Die Eutinerin Geneviève Granier-Nerlich fotografierte sich mit Angela Merkel – „wie ein Teenager“, wie sie berichtet.

Und da saß plötzlich die Bundeskanzlerin neben ihr - Geneviève Granier-Nerlich vom Christlichen Jugenddorfwerk Deutschland (CJD) in Eutin war mit ihrem Kollegen Kalilou Diaby zu einem Empfang ins Bundeskanzleramt geladen. Und unterhielt sich dort mit Angela Merkel.

Avatar_shz von
06. Mai 2009, 09:37 Uhr

Eutin/Berlin/ | - Anlass war eine Podiumsdiskussion "Gemeinsam gehts - Profis helfen Kindern und Eltern" zur Jugendsozialarbeit mit rund 200 Teilnehmern. Als die Gäste auf einer Freitreppe im Kanzleramt Platz genommen hatten, staunte Granier-Nerlich nicht schlecht: "Ich hatte das Glück, dass Frau Merkel sich bei mir hinsetzte", sagt die in Eutin lebende Französin.

Die beiden hielten ein wenig Smalltalk. "Ich habe ihr gesagt, dass ich die Architektur im Bundeskanzleramt sehr hell und freundlich finde und sie bestätigte mir, dass es ein schöner Rahmen für einen solchen Empfang sei", berichtet Granier-Nerlich und fährt halb bedauernd, hab scherzend fort: "Ich dachte, wenn ich neben der mächtigsten Frau der Welt sitze, muss dir was Schlaues einfallen. Und dann sag ich was zur Architektur des Bundeskanzleramts und leider nicht zur Lösung der Weltfinanzkrise."

Noch eines hatte sich die CJD-Mitarbeiterin vorgenommen: "Ich wollte ein Foto mit mir und der Kanzlerin machen." Als sie Angela Merkel darum bat, entgegnete diese: "Dann machen Sie mal!" Wie "ein Teenager" habe Granier-Nerlich sich und die Kanzlerin fotografiert. "Frau Merkel ist ein Vollprofi, sie sieht gut aus", ist ihr Kommentar zu dem Bild. Und: "Sie war sehr sehr freundlich und sehr entspannt." Und sie habe sich gefreut, "dass auch mal Leute da sind, die sonst im Schatten arbeiten."

Die Jugendsozialarbeit müsse mehr in den Mittelpunkt gerückt und in der Gesellschaft bekannter gemacht werden, war die zentrale Botschaft von Merkel. "Es passiert unglaublich viel. Und vieles ist überhaupt nicht bekannt", bedauerte die Bundeskanzlerin in ihrer Ansprache. Die Arbeit mit Menschen sei fundamental für den Zusammenhalt. Es sei daher gut zu wissen, dass "Profis" da seien.

"Die Profis aus Ostholstein sind stolz, dass sie Eutin auf Bundesebene vertreten durften", sagt Geneviève Granier-Nerlich dazu. Übrigens: Auch ihr Eutiner Kollege Kalilou Diaby hatte einen prominenten Sitznachbarn: Kanzleramtschef Thomas de Maizière.


CJD Eutin
Das Christliche Jugenddorfwerk Deutschland (CJD) in Eutin engagiert sich seit 20 Jahren in der Integration und Migration. Dazu zählen der Jugendmigrationsdienst sowie Bildung und Qualifizierung. Fester Bestandteil der Arbeit des CJD Eutin sind auch nationale und transnationale Studien- und Forschungsprojekte.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen