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Ostholsteiner Anzeiger

14. Dezember 2017 | 16:36 Uhr

Dank von Kirche und Gesellschaft

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bischofsvertreter Gothart Magaard und Propst Matthias Wiechmann besuchten die Technische Einsatzleitung Ostholstein in Lensahn

von
erstellt am 27.Dez.2013 | 00:31 Uhr

Regelmäßig besucht Bischofsvertreter Gothart Magaard zu Weihnachten Feuerwehren und Rettungsdienste, um den dort ehrenamtlich Tätigen seinen Dank für ihren Dienst zum Wohl der Menschen auszusprechen. In diesem Jahr bereiste er in Begleitung des Eutiner Propstes Matthias Wiechmann Einrichtungen des Rettungsdienstes in Ostholstein.

Eine Besuchsstation war die Technische Einsatzleitung Ostholstein in Lensahn, kurz TEL. Ein gutes Viertel der rund 40 Kameraden von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Johanniter-Unfall-Hilfe begrüßten die Kirchenvertreter. Sie überreichten Hartmut Junge, Lensahner Ortswehrführer und stellvertretender Leiter der TEL, einen fair gehandelten „süßen Weihnachtsgruß“.

Bischofsvertreter Magaard fand anerkennende Worte für die Bereitschaft, sich an 365 Tagen im Jahr für den Ernstfall bereit zu halten. Propst Wiechmann lobte ein „menschliches Handeln auch da. wo Menschen in Not gerieten“.

Der „Dank von Kirche und Gesellschaft“ an die Mitglieder der TEL sei stellvertretend für die vielen Männer und Frauen der Feuerwehren und Rettungsdienste die ihre Freizeit für andere opferten. „Und dies besonders zur Weihnachtszeit und den Festtagen“, ergänzte Magaard.

Wiechmann gab zu, bisher nichts von der Existenz der TEL gewusst zu haben. Dies sei in der Bevölkerung nicht anders, so Junge. Er und die 40 Kameraden kämen immer dann zum Einsatz, wenn ein Katastrophen- oder ein Unglücksfall die Möglichkeiten einer Gemeinde übersteige.

Dann hält das gebündelte Fachwissen aus allen Organisationen den Einsatzkräften vor Ort den Rücken frei und organisiert zum Beispiel den Nachschub oder weitere Helfer. Dabei sei ein gut eingespieltes Team wichtig. Oftmals reiche dank regelmäßigem Austausch schon der Blickkontakt. Johanniter-Mitglied Torsten Behrmann präsentierte den USB-Stick, auf dem er immer alle nötigen Informationen bei sich trage. Junge: „Personal und Material müssen belastbar sein, weil wir erst zum Einsatz kommen, wenn schon alles zusammengebrochen ist.“

Dies war 2013 beim Hochwassereinsatz in Sachsen-Anhalt der Fall, von dem Heino Lafrenz aus Fehmarn berichtete. Die TEL habe dort ein Hilfskontingent von 600 Kräften aus Schleswig-Holstein geführt, als in ihrem Bereich bei Fischbeck der Elbdeich brach. Er habe gestaunt, mit welcher Würde die Menschen den Verlust ihrer gesamten Habe ertragen hätten. Das Chaos habe aber auch gezeigt, wie wichtig der Katastrophenschutz sei, wenn sämtliche Infrastruktur zusammenbreche, betonte Lafrenz.

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