Damhirsch verendet an Zaun aus Pferdelitze

Dieser Damhirsch hat sich in Pferdelitze verfangen und ist qualvoll verendet.
Dieser Damhirsch hat sich in Pferdelitze verfangen und ist qualvoll verendet.

Tier mit mächtigem Geweih verfing sich an einem Zaun und verendete qualvoll

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29. Februar 2016, 17:23 Uhr

Die Jäger im Kreis Plön finden in ihren Revieren immer wieder verendete Damhirsche, die sich in sorglos liegengelassenen Einzäunungen aus sogenannter Pferdelitze verfangen. Das erklärte Norman Stoll, Obmann für Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit der Kreisjägerschaft Plön.

Der Zaun sei normalerweise, wenn er in Gebrauch sei, unter Strom gesetzt. Im Herbst wird er dann oftmals einfach hängen gelassen. Da das Damwild nun im Winter aufgrund des geringeren Nahrungsangebotes überall nach Futter sucht, kommen sie auch an die Einzäunungen und verheddern sich dort mit ihrem Geweih in der Litze, weiß Norman Stoll.

Diese Litze habe eine hohe Festigkeit, so dass es die Tiere nicht schaffen, sie zu zerreißen oder auch abzuschütteln. „Meist folgt nun ein langer Todeskampf indem der Hirsch sich immer mehr einschnürt und sich letztendlich stranguliert“, sagte Stoll. Die Tiere stürben an Erschöpfung oder verhungerten, wenn Jäger sie nicht vorher finden.

Zweifelsfrei seien es Qualen, die man den Tieren mit ein wenig Sorgsamkeit ersparen könnte, sagte Norman Stoll. Gerade Tierhalter sollten aus Tierschutz etwas gewissenhafter handeln.

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