„Curavid“ kommt an den Bahnhof

Ausschuss stimmt Bebauungsplan-Änderung zu

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27. Oktober 2018, 22:14 Uhr

Das war ein sprichwörtlicher Selbstläufer: Einstimmig und ohne weiteren Redebedarf stellten die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses am Donnerstagabend die weiteren Weichen dafür, dass die Planungen für ein Strahlenzentrum in Eutin weiter entwickelt werden können. Per Beschluss der ersten Änderung des Bebauungsplanes 130 schafften die Mitglieder die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Neuansiedlung einer Strahlentherapiepraxis am alten ZOB (ehemaliger Güterbahnhof) in dem Baufenster auf städtischem Grund, das ursprünglich für einen möglichen Verwaltungsbau nahe der Dreifeldsporthalle vorgesehen war.

Das Ärzte-Team von Curavid, das bereits zwei Zentren in Lübeck betreibt, stellte seine Idee einer Praxis für Strahlentherapie bereits Anfang September in nicht-öffentlicher Runde den Ausschussmitgliedern vor. Zwei der von der Verwaltung vorgeschlagenen Flächen schieden laut aktueller Vorlage als möglicher Standort aus. Dr. Rainer Schulte und Dr. Joachim Göbel vom Praxis-Team schlossen für sich und ihre Patienten im Vorfeld ebenfalls einen Standort im Gewerbegebiet aus.

Der neue Standort direkt am Bahnhof hat für die künftigen Patienten und auch Mitarbeiter viele Vorteile: gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, egal ob Bus oder Bahn, und weiterhin eine Nähe zum Krankenhaus mit onkologischer Tagesklinik.

Das Ärzteteam von Curavid möchte es den schwerkranken Patienten künftig ersparen, lange Wege nach Kiel oder Lübeck für ihre Behandlung in Kauf zu nehmen. „Die Menschen fahren eine halbe Stunde und länger, um eine Behandlung im Minutenrahmen zu bekommen.“ Die Philosophie des Netzwerkes „Onkologisches Zentrum“ (NOZ), zu dem auch Curavid, eine Praxis für Radiologie und Strahlentherapie mit zwei Standorten in Lübeck gehöre, sei, „den Menschen hochqualifizierte medizinische Leistung heimatnah zu bieten“, wie Schulte beim Besuch im September in Eutin erklärte. Das Wohl der Patienten stehe im Vordergrund und sei wichtig für den Therapieerfolg, so das Ärzteteam.

Die Zusammenarbeit mit den Experten vor Ort laufe sehr gut, wöchentlich fänden Tumorkonferenzen – bislang über Video – statt, in denen Patientenbeispiele und deren Behandlung besprochen würden. Schon jetzt liefen Kooperationen mit den Sana-Kliniken in Eutin und Lübeck, mit den Schön-Kliniken in Neustadt, mit Bad Schwartau sowie Brustzentren in Ostholstein und dem Herzogtum Lauenburg.

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