Ausgewandert : Cornelia Wulf: Bozen statt Raisdorf

Die 28-jährige Cornelia Wulf aus Raisdorf mit Marc Fielmann. In Bozen möchte sie Pionierarbeit leisten.
Die 28-jährige Cornelia Wulf aus Raisdorf mit Marc Fielmann. In Bozen möchte sie Pionierarbeit leisten.

Eine junge Optometristin aus Schleswig-Holstein ist die Abteilungsleiterin für den Verkauf in der ersten Fielmann-Niederlassung in Südtirol.

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02. Juli 2015, 12:08 Uhr

Cornelia Wulf aus Raisdorf (Kreis Plön) hat es einfach gemacht: Die 28-jährige Optometristin ist dem Ruf von Marc und Günther Fielmann nach Bozen gefolgt. Sie ist eine von 14 Angestellten in der gestern eröffneten Fielmann-Niederlassung Bozen.

Nach dem Abitur am Schiller-Gymnasium in Preetz bewarb sich Corneklia Wulf um eine Ausbildung zur Augenoptikerin in der Fielmann-Niederlassung Plön bei Susanne Danz unterhalb der Fielmann-Akademie Schloss Plön. Während eines folgenden Studiums der Optometrie an der Fachhochschule Lübeck arbeitete sie weiter in der Plöner Fielmann-Niederlassung. „Ich machte den Bachelor of Science und besuchte mehrmals Lehrgänge und Kolloquien über Biomedizin bei Prof. Dr. Hans-Jürgen Grein in der Fielmann-Akademie Schloss Plön“, erzählt Cornelia Wulf.

In der neuen Fielmann-Filiale Bozen ist sie die Abteilungsleiterin für den Verkauf. „Ich bekam irgendwann einen Anruf auf meinem Handy mit der Frage, ob ich Lust hätte, mit Fielmann nach Bozen zu gehen“, erinnert sich die junge Frau. Sie habe sofort „Ja“ gesagt. Es folgte ein Italienischkurs, „und ich kann jetzt schon einen Sehtest auf italienisch anbieten“. Sie habe große Lust auf Pionierarbeit und einer Erweiterung ihres Horizonts: „Es ist für mich eine große Ehre, das mitzuerleben.“

In Raisdorf hat Cornelia Wulf ihr Pferd zurück gelassen. Ihre Mutter und eine Freundin passen jetzt darauf auf. Mit ihrem Freund Henning, einem Elekroingenieur bei Volkswagen in Wolfsburg, hat sie eine Wohnung in Bozen unweit der Niederlassung bezogen. Henning bleibe erst einmal zwei Wochen in Urlaub in Bozen, danach wollen sie weitere Pläne schmieden. Fest steht aber: „Die Wohnungen sind hier sehr hochpreisig und mit Hamburg zu vergleichen.“

In den nächsten Tagen will die 28-jährige Cornelia Wulf erst einmal die Sprache, die Kultur und die Mentalität der Menschen hier in Bozen aufsaugen. „Das ist alles gerade ziemlich aufregend und spannend“, spürt sie. Das Auto hat sie bereits umgemeldet und fährt nun mit einem Bozener Kennzeichen. Auf den Tag der Filialeröffnung in Bozen hat sie sich drei Monate lang vorbereitet. Dabei habe das Lernen der Sprache im Vordergrund gestanden.

Heimweh hat Cornelia Wulf nicht. Noch nicht? Die Kieler Woche habe sie schon sehr vermisst, gesteht sie.

Siehe auch Seite 21



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