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Ostholsteiner Anzeiger

16. Dezember 2017 | 21:53 Uhr

China begeisterte Malenter Schüler

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

17 Schüler der Schule an den Auewiesen reisten zur Meilong Middle School in Shanghai / Auf dem Programm standen viele Begegnungen und Sightseeing

shz.de von
erstellt am 24.Apr.2015 | 15:38 Uhr

Es ist der zweite Besuch der Schule an den Auewiesen in Shanghai: Eine 17-köpfige Schülergruppe (13 Mädchen und 4 Jungen) aus den 8. bis 10. Klassen mit den Lehrerinnen Christine Duggen und Birgit Steingräber-Klinke nutzte dafür die Osterferien. Die Gruppe besuchte eine Woche lang ihre Gastschüler an der Meilong Middle School. Allen deutschen Schülern wurde in einer sehr herzlichen Begrüßungszeremonie ein Blumenstrauß überreicht.

Der zweite Besuchstag begann mit einem Rundgang durch die Schule und dem Besuch des neuen Schulmuseums. Es folgte die Zeremonie des Fahnenhissens mit dem Abspielen der chinesischen Nationalhymne auf dem Sportplatz, zu der alle Klassen auf dem Sportplatz aufmarschiert waren.

Das Projektthema der Woche lautete „Farbe in Kunst, Tradition und Kultur“. Hierzu gab es verschiedenste Aktionen. Beispielsweise lernten die Schüler, wie man T-Shirts bedrucken kann. Es folgte eine Einführung in die Kalligrafie. Die Schüler hatten sehr viel Freude daran, chinesische Schriftzeichen mit riesigen Pinseln zu malen. Masken nach dem Vorbild der Pekingoper zu gestalten, war eine dritte Herausforderung.

Das Projekt wurde durch einen Besuch im China Art Museum, das im ehemaligen China-Pavillon der Expo 2010 untergebracht ist, abgerundet. Die Multimediaversion des Qingming, eine Panorama-Aufnahme des Flusses in Kaifeng, zeigt auf 128 Metern Länge und 6,5 Metern Höhe in vierminütigen Tag- und Nachtzyklen das Leben in der nördlichen Song-Dynastie um 1100.

Das Mittagessen wurde stets in der Schule eingenommen, selbstverständlich mit Stäbchen. Bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen ging es zu einem Besuch eines landwirtschaftlichen Schulbetriebs. Hier waren Raps- und Kirschblüte schon in vollem Gange. Auf dem Gelände war der komplette siebte Jahrgang der Schule (etwa 250 Schüler) anwesend und pflanzte Sonnenblumen. Als Abendmahlzeit haben alle Schüler in Kleingruppen gemeinsam mit der deutschen Gruppe „Dumplings“, eine Art Maultasche und traditionelle chinesische Speise, hergestellt und auf Holzfeuerstellen gekocht. In einem großen Saal wurde eine Feier anlässlich der 14. Geburtstage der Schüler mit verschiedenen Vorführungen (Tanz, Gesang, Vorträge) veranstaltet. Die Malenter Gruppe steuerte ein deutsches Geburtstagslied bei.

Nicht zu kurz kam das Sightseeing. Am Mittwoch ging es mit den chinesischen Partnern und Lehrkräften im Bus durch etliche Staus zu einer Attraktion im neuen Stadtteil Pudong von Shanghai, dem Oriental Pearl Tower, einem 468 Meter hohen Fernsehturm. Auf der Aussichtsplattform in 268 Metern Höhe genießen Besucher einen Blick durch den Glasfußboden auf die Stadt mit ihrer Wolkenkratzer-Skyline. Im Sockel des Fernsehturms konnte im Museum für Stadtgeschichte durch nachgebaute Straßenzüge der Stadt zwischen 1860 und 1940 geschlendert werden. Eine Besichtigung der Altstadt und eines buddhistischen Tempels fehlten nicht.

Das Wochenende verbrachten die Schüler mit unterschiedlichen Programmen in ihren Gastfamilien und am Montag hieß es dann schweren Herzens Abschied nehmen, denn nun wurde die weitere Umgebung Shanghais erkundet.

In Hangzhou wächst der beste
grüne Tee. Auf der Fahrt zur Teeplantage waren Pflückerinnen bei der Ernte der Frühlingsblätter des Drachen-Brunnen-Tees zu beobachten. Wuzhen ist ein malerisches altes Dorf, in dem die Gruppe mit viel Wasser auch von oben bedacht wurde. Am nächsten Tag in Suzhou schien wieder die Sonne, so dass nach dem Besuch einer Seidenfabrik der Spaziergang durch eine Parkanlage wunderschön war. Auch die Bootsfahrt auf dem Kaiserkanal machte bei dem Wetter viel Spaß. Der anschließende Bummel durch die Shantang-Straße, eine enge Altstadtgasse mit Lebensmittel-Einkaufsständen, war für die Schülergruppe wegen der angebotenen Fische, Kröten und Schweinepfoten doch sehr gewöhnungsbedürftig.

In Wuxi wurde eine Perlenfarm besucht. Dort wurden einige Mitbringsel in Form von Perlenarmbändern erstanden. Abends ging es dann mit dem Nachtzug ins ca. 1600 Kilometer entfernte Peking (Beijing). Hier wurde das Gelände um den Himmelstempel besucht, viele Menschen betätigen sich dort sportlich. Weiter ging es zum Tiananmen-Platz, den Platz des Himmlischen Friedens mit dem Mao-Mausoleum und der Verbotenen Stadt.

Als Endpunkt der Reise hatte der Reiseleiter ein wenig besuchtes Stück der Chinesischen Mauer zur Erkundung ausgesucht, so dass fast alleine ein sehr steiles Stück der großen Mauer erklommen werden konnte. In der Altstadt Beijings wurden noch die letzten Souvenirs gekauft, bevor es zurück nach Malente ging.

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