Chef der Eutiner Schützen tritt nicht mehr an

Nachdenkliche Mienen des Vorstandes, als Vorsitzender Jörg Hunke (2. v. li.) seine Amtsaufgabe für 2018 ankündigt. Neben ihm Schriftführerin Petra Ehrhardt, Gewehrwartin Katja Hannemann, Schatzmeister Axel Ehrhardt und Waffenwart Rainer Waldhör.
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Nachdenkliche Mienen des Vorstandes, als Vorsitzender Jörg Hunke (2. v. li.) seine Amtsaufgabe für 2018 ankündigt. Neben ihm Schriftführerin Petra Ehrhardt, Gewehrwartin Katja Hannemann, Schatzmeister Axel Ehrhardt und Waffenwart Rainer Waldhör.

shz.de von
13. März 2017, 10:54 Uhr

Die derzeit nur noch 64 Mitglieder der Eutiner Sportschützen von 1954 müssen sich bis zur Versammlung in 2018 Gedanken machen, wer den Vorsitz übernimmt. Jörg Hunke erklärte nachdrücklich, dass er nach dann zwölf Jahren der Leitung nicht wieder antreten wird. Einen Kandidaten für seine Nachfolge präsentierte er nicht. Satzungsgemäß steht dann der gesamte Vorstand zur Wahl an.

Erfreulich war für die zwanzig Anwesenden der von Schatzmeister Axel Ehrhardt vorgelegte Kassenbericht. Die Kreditaufnahme für den großen Schießstandanbau von 1998 bis 2001 ist getilgt, bei einem Haushaltsvolumen von 20  000 Euro konnte der Verein auf dem Vogelberg sogar noch einen Überschuss von 1800 Euro erwirtschaften.

Hunke ging in seinem Jahresbericht auf schwere Belastungen zu Beginn des Berichtsjahres ein: „Allein die zwanzig Fehlalarme im Schießstand haben uns mit Einbau neuer Technik 2000 Euro gekostet. Weiter war die zweite Rate der Sonderumlage für das Schießsportleistungszentrum Kellinghusen an den Norddeutschen Schützenbund sowie eine zweite Rate an die Eutiner Schützengilde für die Nutzung des Geländes aufzubringen.“ Gut besucht wurde aber das traditionelle Betriebsmannschaftsschießen, eine wichtige finanzielle Stütze. Hunke: „Trotz der großen Zahl der Teilnehmer aus Betrieben und Verwaltungen, Vereinen und Feuerwehren haben sich keine Neumitgliedschaften ergeben.“ Immerhin würden zwei Firmen das Angebot der Sportschützen wahrnehmen und auf den jeweils zehn Luft- und Kleinkaliberbahnen gelegentlich schießen. „Das können andere auch tun. Wir planen wieder einen Tag der offenen Tür, vielleicht gewinnen wir so neue Mitglieder. Hundert hätte ich gern. Interessenten können sich auch jetzt schon an den Trainingstagen Dienstag und Donnerstag informieren.“ Als Organisatorin des zweiten Flohmarktes verkündete Katja Hannemann: „Vielleicht gelingt das ja schon am 2. April, wobei wir auch ein Kleinkaliberschießen als Unterhaltung anbieten. Alle 23 Stände sind bereits vergeben.“

Schatzmeister Axel Ehrhardt: „Der Besuch eines Campingclubs auf dem Vereinsgelände mit Nutzung von Haus und Schießbahnen, aber auch Sponsoren haben mit
zu dem positiven Jahresabschluss geführt. Wir wollen das leichte Polster jetzt für die Sanierung der WC-Anlagen und den Aufenthaltsraum einsetzen.“
Sportliche Erfolge erzielte die Luftpistolenmannschaft, die 2016 erneut Verbandsligameister werden konnte, den Aufstieg in die zweite Bundesliga Nord aber verfehlte. Pistolenwart Kurt Rockel ging darauf ein, dass in diesem Jahr mit einer neu aufgebauten Mannschaft nur Rang drei möglich wurde. Team zwei schaffte den Aufstieg in die Landesliga Süd. Als Sportwartin Gewehr schilderte Katja Hannemann, dass in der Luftgewehr-Auflagerunde Team I sicher die Klasse halten kann, der Zweiten drohe der Abstieg in die D-Klasse.

Jörg Hunke, der auch nach seiner Amtsaufgabe für die derzeit drei Jugendlichen da sein möchte, lobte Nachwuchstalent Johanna Wohnsdorf. Abschließend erklärte Hunke, er wolle nach so langer Zeit als Vorsitzender auch Jüngeren die Chance geben. Außerdem gehe seine Frau demnächst in den Ruhestand und er wolle im letzten Jahr eine gute Nachfolgeregelung und Übergabe ermöglichen, so der 62-Jährige.

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