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Eutin : CDU will durch Baustopp Treppen-Thema aufrollen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Telekom zieht ihre Zusage zurück. Die CDU will über Gesamtvorhaben diskutieren und möglichst sparen.

Klein, groß oder doch lieber keine? Die Diskussion um die Treppe als Verbindungsstück von der Straße Am Mühlenberg zur Peterstraße ist wieder entfacht. Der Grund: Die Telekom hat kürzlich per E-Mail ihre Zustimmung zur amphitheaterähnlichen Treppe, die um den vom Unternehmen betriebenen Schacht gebaut werden sollte, „aus statischen Gründen“ zurückgezogen.

Für die CDU ist das laut Fraktionsvorsitzenden Matthias Rachfahl die Chance, das eigentlich schon entschiedene Thema nochmals aufzurollen – mittels Antrag eines sofortigen Baustopps, der im Bauausschuss am 10. März diskutiert werden soll. Rachfahl: „Die Treppe war von Anfang an eine schwierige Geburt. Wir wären mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn wir unter den neuen Gegebenheiten darüber jetzt nicht noch mal diskutieren würden.“

Die Diskussion um die Gestaltung der Treppe dauert nunmehr ein Jahr. Der einstige Verwaltungsvorschlag – eine Treppe mit einer Breite von rund drei Metern – wurde nach wortreicher Diskussion letztlich mit dem Begriff „Kellertreppe“ seitens der Politik abgetan. In zahlreichen Folgesitzungen entwickelte der Bauausschuss Treppen-Visionen, die – auch aufgrund der Schachtproblematik – Ausmaße von rund sieben Metern Breite angenommen hatten und in der Klinker-Variante 156000 Euro kosten sollten. Doch eben diese „Kellertreppe“ könnte jetzt die einzig machbare Lösung sein.

Einfach das Projekt „Treppe“ streichen, weil sie bei allem hin und her bis zur Landesgartenschau als einst geplantes Entree nicht fertig wird, funktioniere wohl nicht, so Rachfahl: „Das Problem ist vielschichtiger.“ Er nennt mögliche Regressforderungen der Firmen und drohende Rückzahlung schon gestatteter Städtebauförderungsmittel als Beispiel. Es müsse eine sinnvolle Lösung her, bei der bestenfalls etwas eingespart werde.

Keine Treppe zu bauen, nachdem die Straße bis zur geplanten Treppe Am Mühlenberg so aufwendig saniert wurde, mache für Bauausschussvorsitzende Monika Obieray (Grüne) „absolut keinen Sinn“. Auch die Idee, bei einer Entscheidung gegen die Treppe den Durchgang bei Protalis aufzuhübschen, hält Obieray für keine gute: „Wir als Grüne hätten uns eine große Treppe gewünscht. Wenn es gar keine Treppe gibt, zwingen wir den gesamten Verkehr, auch die Radler durch den Durchgang, in dem Protalis auch noch einen Nebeneingang hat und nutzen will.“ Sie hoffe auf eine vernünftige Regelung. „Wenn wir es nicht machen und vergeigen, bleibt Eutin im Dornröschenschlaf und entwickelt sich an einer entscheidenden Stelle nicht weiter.“ Eines dürfe in keinem Fall passieren: „Wir müssen aufpassen, dass wir die Fördergeber nicht für künftige Vorhaben verärgern, in dem wir A sagen und B machen.“

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erstellt am 04.Mär.2016 | 04:00 Uhr

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