CDU warnt vor Kieler Fusionslust

Christdemokraten macht eine Bemerkung des Kieler Oberbürgermeisters Ulf Kämpfer auf Neujahrsempfang in Schönkirchen hellhörig

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08. Januar 2015, 12:17 Uhr

Der Kieler Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und die Kieler SPD nehmen Kurs auf eine Gebietsreform-Debatte. Das lesen die Christdemokraten im Kreis Plön aus Kämpfers Bemerkungen während des jüngsten Schönkirchener Neujahrsempfanges, wonach Kiel bereit stehe, „wenn die Fusion mit Mönkeberg nicht klappt“.

CDU-Pressesprecher Tade Peetz rät: „Jetzt sollten alle höchst hellhörig werden. Die SPD-Werbetour für eine Gebietsreform hat begonnen. Kämpfer und die SPD sprechen von mehr Kooperation und meinen im Kern Fusionen. Jetzt wird von Seiten der SPD das nächste Fass aufgemacht.“ Der Kreis Plön habe schon einen sehr hohen Preis allein für die bisherigen Kieler Kooperations-Vorstellungen gezahlt. So seien beispielsweise Polizei-Planstellen zu Gunsten Kiels aus dem Kreis verlagert worden.

„Über den Preis, den eine Gemeinde zu zahlen hätte, wenn sie nach Kiel geht, muss sich jeder bewusst sein: Es wäre der Verlust der Eigenständigkeit, der Verlust der Bürgernähe und der Verlust der Selbstverwaltung. Die CDU lehnt dies entschieden ab“, unterstreicht Peetz. Das Geld der Gemeinde würde in dem großen Kieler Schulden-Topf verschwinden. Die Stadt habe inzwischen fast eine Milliarde Euro Vernindlichkeiren. Tade Peetz: „Wohl kein Zufall, dass Kämpfer gerade in Schönkirchen das Angebot zu einem Zusammengehen gemacht hat. Er schielt nach den guten Schönkirchener Gewerbesteuer-Einnahmen.“

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