CDU: Vorwürfe sind absurd

Thomas Hansen
Thomas Hansen

Kreistagsfraktionschef Thomas Hansen reagiert auf den Austritt von Peter Sönnichsen aus der Fraktion

von
13. Juli 2018, 17:03 Uhr

Enttäuschung und Unverständnis machen sich in der CDU-Kreistagsfraktion über den Austritt von Peter Sönnichsen breit. Der neue Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Thomas Hansen, sagte nach einer Sitzung der Kreistagsfraktion, er erwarte von jemandem, der hohe Ämter durch die CDU bekommen hat, in besonderer Weise dem damit verbundenen Anspruch auch nach Abgabe der Ämter gerecht zu werden.

Mit einem Paukenschlag war der ehemalige Kreispräsident, CDU-Landtagsabgeordnete und CDU-Kreisvorsitzende Peter Sönnichsen aus der CDU-Kreistagsfraktion ausgetreten. Er sei nicht bereit, „diese Politik, die bekanntlich zur Konfrontation geführt und die Arbeit der nächsten fünf Jahre vorbelastet hat, mitzutragen“, schrieb Sönnichsen in einer Pressenotiz (der OHA berichtete).

„Die von Peter Sönnichsen vorgetragenen Überlegungen für seinen Austritt überzeugen in keiner Weise“, sagte Hansen. Sönnichsen habe sich nicht einmal der Erörterung in der Fraktion gestellt. So habe nicht die CDU-Kreistagsfraktion die Konfrontation gesucht, wie Peter Sönnichsen meine: SPD und Grüne hätten in der ersten Sitzung des Kreistages nach der Kommunalwahl bei der Wahl des Kreispräsidenten ihren Stil der vergangenen fünf Jahre fortgesetzt. Hansen: „Der Vorwurf, seitens der CDU-Fraktion würden „Ego-Trips“ betrieben, ist absurd.“

So sei die Wahrnehmung des gesetzlichen Vorschlagsrechtes durch die CDU-Fraktion eine Selbstverständlichkeit. „Es ist bezeichnend, dass Peter Sönnichsen in seiner Erklärung mit keinem Wort darauf eingeht“ schreibt Thomas Hansen. Obwohl Sönnichsen nicht Spitzenkandidat der CDU war, habe er sich schon am Wahlabend – umrahmt von Vertretern der SPD und der Grünen – für das Amt des Kreispräsidenten ins Spiel gebracht, da er „als Rentner dafür Zeit habe“. Dies ist nach Auffassung Hansens illoyal. Schließlich werde über alle Ämter im Kreistag – auch das Amt des Kreispräsidenten - nach der Kommunalwahl neu entschieden.

„Ein Kreispräsident soll in Wahrnehmung seines Amtes in gebotener Ausgewogenheit und Neutralität handeln“ erläutert Thomas Hansen. Es dürfe aber auch erwartet werden, dass die CDU-Fraktion weiter auf ihn zählen könne. Sönnichsens Aussage in seiner Erklärung, er freue sich „über ein wenig mehr Entscheidungsfreiheit“, spiegele auch von ihm ausgehende Probleme der letzten Jahre wider.

Hansen: „Es gehört zu den Spielregeln der Demokratie, dass man demokratisch gefällte Entscheidungen akzeptieren muss.“ Peter Sönnichsen habe sich in der CDU-Kreistagsfraktion selbst für das Amt des Kreispräsidenten vorgeschlagen und in geheimer Wahl zwei von 20 Stimmen erhalten. „Umso mehr wäre von ihm zu erwarten gewesen, sich loyal einzureihen“, sagte Hansen.

Die CDU im Kreis Plön habe bei der Kreistagswahl in diesem Jahr mit einem Abstand von 12,3 Prozent) vor der nächsten Partei (SPD) und 20 von 23 Direktmandaten ein gutes Ergebnis erzielt. Sie werde sich ihren Erfolg nicht zerreden lassen, sondern ihre bisherige aktive, ideenreiche und auf festen Grundsätzen basierende wie in die Zukunft gerichtete Arbeit fortsetzen, sagte Thomas Hansen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen