CDU uneinig über Kreismuseum

CDU-Kreisparteitag übertrug am Mittwoch der CDU-Kreistagsfraktion die Entscheidung über die Zukunft der Einrichtung in Plön

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20. Mai 2011, 08:24 Uhr

Plön | Der CDU-Kreisverband hat die Entscheidung über die Zukunft des Kreismuseums in Plön vertagt. Eine Entscheidung soll jetzt die Kreistagsfraktion treffen, so das mehrheitliche Votum der Mitglieder, die zu später Stunde gegen 23 Uhr noch die Lust hatten, darüber zu diskutieren.

"Die CDU ist nicht nur Partei der wirtschaftlichen Vernunft und der nachhaltigen Haushaltspolitik, sondern auch immer der Kultur, gerade auch was den Erhalt und die Pflege unserer Heimatkultur anbelangt", stellte André Jagusch in der Begründung seines Antrages heraus. Er mahnte vor den Worten von Gerd Dreßler, der in einer Rede vor dem Kreistag sagte: "lieber Umweltberatungsstellen unterhalten, als sich bei Regenwetter im Kreismuseum zu langweilen".

Jagusch forderte den Kreisparteitag auf, ein deutliches Signal zu senden, dass die CDU mit der Arbeit des Kreismuseums und gerade auch Entwicklung unter der Museumsleiterin Julia Meyer sehr zufrieden ist. Das Kreismuseum sei der einzige Ort, an dem die Geschichte der Region ausgestellt werde und direkt erlebbar sei.

Das Kreismuseum werde ohne eine hauptamtliche Museumsleitung aber nicht erhalten bleiben können. Jagusch: "Bei allen Einsparbemühungen sollten bestimmte Grenzen nicht überschritten werden." Kulturausgaben seien nicht einfach zu streichende Subventionen, sondern es seien Investitionen in die Gesellschaft.

Ende 2012 läuft der bestehende Vertrag mit dem Museumsverein aus. Danach will der Kreis statt bisher 75 000 Euro nur noch 50 000 Euro an den Museumsverein überweisen. Jagusch forderte bis Ende dieses Jahres Klarheit, wie es mit dem Kreismuseum weitergehen soll.

Der Antrag wurde nach Gegenreden von Peter Sön-nichsen, Klaus Blöcker, Thomas Hansen und Hildegard Mersmann bei 25 Ja-Stimmen abgelehnt und anschließend dann zur weiteren Beratung an die Kreistagsfraktion verwiesen. Thomas Hansen hatte die Glassammlung mit Glasscherben verglichen und sich für eine ehrenamtliche Führung des Museums ausgesprochen. Peter Sönnichsen kritisierte, dass der Museumsverein, der jährlich 75 000 Euro vom Kreis bekomme, nicht einmal einen Schatzmeister habe.

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