CDU hält an Werner Kalinka fest

Lütjenburgs Stadtreferent Stefan Leyk ist neuer MEN-Geschäftsführer.
Lütjenburgs Stadtreferent Stefan Leyk ist neuer MEN-Geschäftsführer.

Stefan Leyk löst Werner Kalinka als Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion ab / Kalinka bleibt Kandidat für Amt des Kreispräsidenten

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31. Mai 2018, 10:55 Uhr

Wechsel im Fraktionsvorstand der CDU-Kreistagsfraktion: Stefan Leyk aus Lütjenburg hat das Ruder von seinem Vorgänger Werner Kalinka übernommen. Der wird am 11. Juni von der CDU für das Amt des Kreispräsidenten vorgeschlagen.

Stefan Leyk nimmt für die CDU-Kreistagsfraktion Stellung zur Diskussion um die Kandidatur Werner Kalinkas als Kreispräsident und stellt fest, dass die CDU im Kreis Plön die mit Abstand stärkste Kraft im Kreistag ist. Sie habe 20 von 23 Direktmandaten bei der Kommunalwahl gewonnen. Leyk: „Bei allen drei Wahlen in den vergangenen zwölf Monaten hat sie das Vertrauen der Bürger erhalten.“

Der CDU stehe damit nach dem Gesetz alleinig das Vorschlagsrecht für den Kreispräsidenten zu. Sie habe dafür ihren seit 2014 amtierenden Vorsitzenden Werner Kalinka nominiert. „Kalinka stand bei der Wahl auf Platz eins der CDU-Liste und war – wie bei der SPD deren Kreisvorsitzender Norbert Maroses - der Kreispräsidenten-Kandidat“, so Leyk. Dabei werde es auch bleiben. Die Fraktionen hätten einander nicht vorzuschreiben, wen sie als Kandidaten haben möchten oder nicht.

Leyk: „ Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass jede Fraktion über die Positionen, über die sie zu entscheiden hat, selbst befindet. Sollten SPD, Grüne, KGW und Linke dies nicht so handhaben wollen, müssten sie sich eine weitere Verschlechterung des Klimas im Kreis zurechnen lassen. Was überall selbstverständliche Gepflogenheit ist, sollte auch im Kreis Plön so sein. Eine Blockade-Haltung wäre kein politisches Handeln, sondern undemokratischer Stil.“

Werner Kalinka sei seit 2014 erneut CDU-Kreisvorsitzender. Die Erfolge für die CDU seien sichtbar, gerade auch bei der jüngsten Kreistagswahl. Kalinka habe 2017 mit einem überragenden Ergebnis den Landtagswahlkreis Plön-Nord gewonnen. Vom Landtag sei er mit dem Vorsitz des Sozialausschusses betraut worden. Souverän habe er erneut den Kreistagswahlbezirk gewonnen. Seine soziale Politik, das Engagement gegen Fracking und für Natur und Umwelt seien Beispiele, die ihm über die CDU-Parteigrenzen hinaus Anerkennung gebracht haben. Seine hohe Kompetenz und seinen Einsatz für die Bürger habe Kalinka in seiner politischen Arbeit nachhaltig unter Beweis gestellt.

„Insbesondere der ehemalige SPD-Fraktionschef Lutz Schlünsen sollte nach seinen zwei schweren Wahlniederlagen gegen Werner Kalinka und Christian Lüken bei der Landtagswahl 2017 bzw. bei der Kreistagswahl 2018 über Stil und Inhalte seines Auftretens nachdenken“, empfiehlt Leyk. Der Blockadekurs von SPD, Grünen und FWG im Kreistag sei mit einem moderaten kommunalen politischen Umgang nicht vereinbar. Leyk: „Wer nur blockiert wird, weil ein Vorschlag von einer anderen Fraktion kommt, ist dem Miteinander nicht dienlich.“

Die CDU im Kreis Plön habe sich in vergangenen Jahren programmatisch attraktiv und breit aufgestellt. Bei den Gesprächen mit der SPD und den Grünen habe sich gezeigt, dass es denkbare Schnittmengen gebe – wenn man dies denn ernsthaft wolle. Grün und SPD erklärten öffentlich, die Sachpolitik sei für sie entscheidend. Leyk: „Sollte dies tatsächlich so gemeint sein, sollten sie noch einmal in sich gehen, ob dazu einiges von dem passt, was sie in den vergangenen 14 Tagen tatsächlich getan haben.“

Die Ankündigung, ein gemeinsames Bündnis zwischen SPD/Grünen/Linke und KWG geschmiedet zu haben, sei vor einem ersten Gespräch mit der CDU erfolgt. „Dieser Stil ist genauso befremdlich wie der CDU für weitere Gespräche Bedingungen zu stellen“, sagte Leyk.

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