zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

23. Oktober 2017 | 13:57 Uhr

CDU gegen Reformpläne für Polizei

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Kritik an der geplanten Schließung von Stationen

von
erstellt am 09.Jan.2014 | 00:33 Uhr

Die CDU im Kreis Plön und im Landtag hat ihre Kritik an der geplanten Strukturreform der Polizei erneuert: Mit der Auflösung der Polizeistationen in Ascheberg, Kirchbarkau, Selent, Hohwacht, Probsteierhagen und Laboe sowie mit dem Verschieben von zehn Planstellen in andere Kreise werde ein „Verlust an Sicherheit vor Ort und für den Kreis Plön“ verbunden sein, stellen die beiden Kreistagsabgeordneten Werner Kalinka und Thomas Hansen in einer gemeinsamen Erklärung fest.

Auf 1300 Einwohner werde künftig im Kreis ein Polizeibeamter kommen. Anfahrtswege würden länger, vom Vertrauen der Bürger langjährig getragene und unterstützte Polizeistationen verschwänden. Dort verfüge man über eine hohe Orts-, Sach- und Personenkenntnis. Kalinka und Hansen: „Dies aufzugeben, ist ein schwerer Fehler.“ Denn fundierte Kenntnisse der Polizeibeamten über die Gegebenheiten „ihres Reviers“ hätten die vorbeugende Arbeit gegen Kriminalität gefördert und zu den guten Aufklärungszahlen im Kreis Plön beigetragen.

Der von Innenminister Andreas Breitner (SPD) angebotene Dialog über die Reform sei „eine Farce“ gewesen. Auch Ministerpräsident Torsten Albig müsse sich fragen lassen, welchen Wert Kreisbesuche von ihm hätten, wenn angesprochene Themen und Argumente ohne Wirkung blieben.

Astrid Damerow, polizeipolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, hat den Innenminister aufgefordert, keine Polizisten aus dem Kreis Plön abzuziehen. „Die CDU bleibt dabei, dass bei der Schließung oder Zusammenlegung von Polizeistationen vorsichtig und mit Augenmaß vorgegangen werden muss. Ich habe große Zweifel, ob diese Voraussetzungen bei den jetzt bekannt gewordenen Plänen der Polizeidirektion Kiel erfüllt sind“, so Damerow.

Sollten tatsächlich mehrere Polizeistationen geschlossen werden, dann müsse wenigstens der Verbleib der vorhandenen Polizistenstellen sichergestellt werden. „Die bislang gute Sicherheitslage in Plön hängt unmittelbar mit der Präsenz der Polizei vor Ort zusammen. Ein Abzug von Stellen zu Gunsten Kiels würde daher auf Kosten der Sicherheit der Menschen im Kreis Plön gehen.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen