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Ostholsteiner Anzeiger

22. November 2017 | 19:39 Uhr

Campen auf dem Schönow-Gelände

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

An der Schwentine soll ein Stellplatz für Wohnmobilisten entstehen. Diese Idee präsentierten drei Malenter im Hauptausschuss

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2017 | 13:41 Uhr

Die Beratungen zum Zukunftsprozess „Malente 2030“ sind noch in vollem Gange. Doch bereits jetzt hat sich eine Projektidee soweit verselbständigt, dass sie am Dienstagabend im Hauptausschuss auf der Tagesordnung stand. Unter der Überschrift „Malente macht mobil“ haben sich die drei Malenter Wohnmobilisten Erich Gothe, Heinz Pietsch und Martin Kuhlmann Gedanken darüber gemacht, wie die Gemeinde Wohnmobilfahrern im Kneippheilbad einen attraktiven Stellplatz bieten könnte. Grothe ist Dorfvorsteher in Krummsee, Kuhlmann Polizist in Malente und Pietsch betreibt die „Star“-Tankstellen in Malente und Schönwalde. Für das Trio ist klar: „Der derzeitige Wohnmobilstellplatz ist ein unattraktiver Platz mit schlechten Kritiken in den einschlägigen Foren“, sagte Gothe, als er dem Ausschuss die Pläne präsentierte.

Gothe und seine Mitstreiter favorisieren das hinter dem Parkdeck an der Schwentine gelegene Schönow-Gelände als den besten Platz, um ihre Idee umzusetzen. „Ich finde das Grundstück genial“, schwärmte Gothe. Dort könnten in einem Oval von 70 Metern Durchmesser 27 Wohnmobil stehen. In der engeren Wahl war auch das Seifen-Sievers-Grundstück an der Godenbergstraße, während das von Peinsche Gelände aufgrund seiner Lage und Zufahrt als ungeeignet eingestuft wird. Allen drei Grundstücken ist gemein, dass die Gemeinde seit langer Zeit versucht, diese zu vermarkten, für das von Peinsche Gelände wurde dafür Ende 2015 ein Bebauungsplan beschlossen.

„Das Schönow-Grundstück ist eine schöne Alternative zum Seifen-Sievers-Grundstück“, erklärte Gothe. Es werde nur ein kleiner Teil des Grundstücks benötigt. Die Investitionskosten seien für diesen Platz wesentlich geringer, da keine Drainage erforderlich und alle Versorgungseinrichtungen so gelegt seien, dass sie direkt an die vorhandenen Versorgungsleitungen in der Straße angeschlossen werden können. Gothe: „Das Umfeld, mit der Nähe zur Schwentine, ist ideal, die Lage zum Zentrum, zum Bahnhof, also zum ,Herzen Malentes‘, optimal.“ Von hier aus sei alles schnell zu erreichen, vom Kurpark über die Tourist-Info bis zur 5-Seen-Fahrt.

Als naturbelassener Mobilstellplatz wäre das Schönow-Gelände aus Sicht Gothes eine echte Alternative zu Plätzen im Umfeld Malentes. Durch einen Münzautomaten wäre der Platz ohne großen Aufwand zu betreiben und bei guter Auslastung leicht zu erweitern.

Für einen Ausbau des Platzes schweben den Malenter Wohnmobilisten drei Phasen vor. In einem ersten Schritt müsste die in der Vergangenheit bereits als Parkplatz genutzte Fläche lediglich an einigen Stellen eingeebnet werden, Beleuchtung und Stromanschlüsse seien zu installieren und ein Hinweis auf die Entsorgung, die weiterhin am Krützen erfolgen solle, sowie Informationstafeln aufzustellen. Im zweiten Schritt könnten eine Ver- und Entsorgungsstation sowie ein Platz mit Sitzgelegenheiten, Grillmöglichkeit und Zugang zur Schwentine angelegt werden, in einem dritten Schritt Gebäude für Toiletten und Duschen, Bootssteg, Uferbeleuchtung und gärtnerische Anlagen hinzukommen.

Der Ausschuss nahm die Pläne wohlwollend zur Kenntnis: „Malente möchte eine Wohnmobilstellfläche“, sagte Vorsitzender und CDU-Fraktionschef Uwe Potz. In welcher Form das realisiert werde, werde die Beratung im Planungsausschuss ergeben, sagte Potz, der von einem fantastischen Beispiel dreier Ur-Malenter sprach, die sich im Rahmen des Zukunftsprozesses eingebracht hätten. Als „hervorragend“ bezeichnete SPD-Fraktionschef Jürgen Redepenning die Präsentation.

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