Fußball-Regionalliga : Callsen hat die Qual der Wahl

Wieder dabei: Benjamin Petrick (li.) kehrt nach abgesessener Rot-Sperre in den Kader von Eutin 08 zurück.
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Wieder dabei: Benjamin Petrick (li.) kehrt nach abgesessener Rot-Sperre in den Kader von Eutin 08 zurück.

Dem Trainer von Regionalligist Eutin 08 stehen morgen gegen Germania Egestorf-Langreder 21 Spieler zur Verfügung.

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02. Februar 2018, 07:50 Uhr

Eutin | Für die Fußballer von Eutin 08 wird es höchste Zeit, im Kampf um den Klassenerhalt in der Regionalliga wieder Punkte zu sammeln. „Jedes Spiel, das wir vergeigen, bedeutet eine Chance weniger“, hatte 08-Coach Lars Callsen am vergangenen Wochenende nach der enttäuschenden 1:3-Niederlage bei der SV Drochtersen/Assel klargestellt. Die nächste Möglichkeit auf etwas Zählbares hat sein Team morgen, wenn um 14 Uhr am Waldeck das Spiel gegen den 1. FC Germania Egestorf-Langreder angepfiffen wird. Mit 27 Punkten, 15 mehr als Eutin, belegen die Niedersachsen einen Tabellenplatz im gesicherten Mittelfeld und kommen sicher nicht als Außenseiter nach Ostholstein.

Ein Blick auf das weitere Februar-Programm des Aufsteigers zeigt: Drei Punkte sind fast schon Pflicht, denn in den kommenden Wochen warten mit Eintracht Norderstedt, dem VfL Wolfsburg II und dem VfB Lübeck drei hohe Auswärtshürden auf das Callsen-Team. „Es ist ein knallharter Monat“, weiß der Trainer. Er war mit den letzten Auftritten seiner Mannschaft im Test bei Holstein Kiel II (0:1) und in Drochtersen überhaupt nicht einverstanden.

„Defensiv und offensiv muss da deutlich mehr kommen“, fordert Callsen, der den Konkurrenzkampf um die Plätze in der Startelf mit einer klaren Ansage neu entfacht hat: „Auf Verdienste um den Verein kann ich keine Rücksicht mehr nehmen.“ Die Neuzugänge Marco Heskamp und Ihab Hathat (beide VfR Neumünster), die schon morgen spielberechtigt sind (wir berichteten), kommen also zur rechten Zeit. Mit ihnen und Fatlind Zymberi aus der zweiten Mannschaft stehen nun 24 Spieler im 08-Aufgebot, nur 21 Akteure dürfen am Spieltag aber auf dem Spielberichtsbogen eingetragen werden – der Kampf um Kaderplätze ist in Eutin zur Freude des Trainers eröffnet.

„Im Training war schon deutlich mehr Zug drin als vorher“, hat Callsen beobachtet. Die Frage, wen der 44-Jährige vor dem Duell mit Germania Egestorf-Langreder aussortieren muss, erübrigt sich allerdings noch. Florian Stahl ist nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt, Kevin Hübner sitzt weiterhin seine acht Spiele währende Rot-Sperre ab und René Hohenstein ist noch nicht wieder fit. Wieder dabei sind hingegen die zuvor gesperrten Rico Bork und Benjamin Petrick.

Für die Eutiner ist es das zweite Aufeinandertreffern mit den Niedersachsen, das Hinspiel in Barsinghausen ging Ende Juli nach früher Führung durch Stahl in den Schlussminuten noch mit 1:3 verloren. „Sie spielen ein ähnliches System wie wir und haben vorne einen guten Stürmer drin“, warnt Lars Callsen vor Germanias bestem Torschützen Hendrik Weydandt (zehn Treffer).

In erster Linie wollen die Eutiner aber auf sich selbst schauen, sie haben im Training an ihrer zuletzt stark ausbaufähigen Spieleröffnung gearbeitet. „Die war gerade unter Druck nicht gut“, so Callsen. Er wünscht sich, dass auch die Zuschauer morgen zu einem Faktor werden. „Ich hoffe auf ihre Unterstützung.“

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