Bunte Premiere in der Sieverthalle

Trainerin Hanna Schröder  mit ihrer Trainingsgruppe.
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Trainerin Hanna Schröder mit ihrer Trainingsgruppe.

PSV Eutin richtete zum ersten Mal Vereinsmeisterschaften in Gymnastik und Tanz aus / 55 Teilnehmerinnen zeigten ihr Können

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02. März 2014, 16:27 Uhr

„Ich war aufgeregter, als die Mädchen getanzt haben“, gesteht Hanna Schröder. Sie war bei den ersten Vereinsmeisterschaften des PSV Eutin in Gymnastik und Tanz gleich zweimal im Einsatz: Die 16-Jährige betreute ein Dutzend Sportlerinnen zwischen sieben und zehn Jahren, ging selbst an den Start und hatte an dem Vormittag in der Sieverthalle sichtlich ihren Spaß.

„Das war auch für mich
eine Premiere“, sagt Birgit Kamrath-Beyer, die die Titelkämpfe organisiert hatte. Meistens treten die Athletinnen in fremden Hallen an. Gymnastik und Tanz ist eine Sportart, die in Schleswig-Holstein ein Schattendasein fristet. Umso erstaunlicher sind die Erfolge, die der PSV von überregionalen Meisterschaften mitbringt. „Die Kinder finden es toll, dass sie einen Wettkampf haben. Und dazu noch in Eutin, denn es gucken auch Eltern, Großeltern und Geschwister zu“, stellt Hanna Schröder fest. Auch Birgit Kamrath-Beyer sieht sich in der Entscheidung bestätigt, denn an den Vereinsmeisterschaften nahmen 55 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene teil. „Die Mädchen sind mit Feuer und Flamme dabei. Und auch die Eltern stehen dahinter, sie helfen beim Auf- und Abbau mit und backen Kuchen“, lobt sie alle Beteiligten.

Die sogenannte P-Gymnastik gehört zu den Breitensportangeboten. Hier sind Inhalte, Raumwege und Musik vorgeschrieben. Diese Art der Wettkämpfe gebe es alle vier Jahre bei Deutschen Turnfesten, berichtet Birgit Kamrath-Beyer: „Diese Sportart ist in vielen Landesverbänden im Kommen.“ Die Teilnehmerinnen an diesem Wettbewerb sind zwischen vier und zwölf Jahren alt.

Die erfahreneren Athletinnen nutzten bei der „K-Gymnastik“ die Freiheiten, die ihnen der Wettkampf bietet. Diese Gymnastik kann als Einzel- oder Gruppengymnastik gezeigt werden. „Hier liegt der Schwerpunkt auf Individualität, verbunden mit Pflichtelementen“, erläutert Birgit Kamrath-Beyer. In der Sieverthalle gingen vier K-Gruppen an den Start. „Das ist eine Mischung aus rhythmischer Sportgymnastik und Tanz, wir haben die Übungen selbst zusammengestellt und die Musik selbst ausgesucht“, sagt Hanna Schröder. Die Gruppen werden am 30. März bei den Landesmeisterschaften in Hamburg gegen Konkurrenz aus Schleswig-Holstein und Hamburg antreten.

Bei den unterschiedlichen Anforderungen war auch das Kampfgericht gefordert, in dem Hilde Reimann, Maren Kniejski und Stephanie Jebe die Darbietungen bewerteten. Als Übungsleiterinnen bereiteten Heidi Balk, Jasmin Behnk, Maren Kniejski, Hanna Schröder und Milena Müller die Kinder auf die Wettbewerbe vor. Die K-Gruppen werden von Birgit Kamrath-Beyer trainiert.

Hanna Schröder hatte ihre Trainerprüfung erst am Mittwoch bestanden. Sie selbst trainiert viermal pro Woche. Einmal pro Woche leitet die Voß-Schülerin, die in der elften Klasse das Geschichtsprofil besucht, die Sieben-
bis Zehnjährigen an.

Vereinsmeisterinnen wurden in der Stufe P1 Cara Frederick und Julie Pfaff, in der P2 Nele Balnus und Emily Baszunat, in der P3 Juline Bach und Lynne Lux. In der P5 wurde der erste Platz zweimal vergeben. Es siegten Lea Haubrich und Tabea Werbonat sowie Lea Haubrich und Kristen Besser. Lea Haubrich trat zweimal an, weil sich die Partnerin von Kristin Besser am Vortag einen Zeh gebrochen hatte. In der K-Gruppengymnastik siegten Hanna Schröder, Valerie Verbonat, Milena Müller und Sinje Wullschläger.

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