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Ostholsteiner Anzeiger

23. August 2017 | 03:09 Uhr

Schönwalde : Bungsberg steht nicht in Frage

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Sparkassenstiftung Ostholstein hält trotz niedrigem Zinsniveau an Plänen fest / Bundeszuschuss ist bis Ende Juni zu erwarten

Zwar bereitet das historisch niedrige Zinsniveau den Stiftungen der Sparkasse Holstein einiges Kopfzerbrechen, da aus dem Kapital nur noch geringe Erträge für die Erfüllung der Stiftungszwecke erwirtschaftet werden, aber am „Projekt Bungsberg“ hält die Sparkassenstiftung Ostholstein fest. Das berichtete deren Geschäftsführer Jörg Schumacher am Mittwoch der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Bungsberg.

Alle Aktivitäten der Stiftungen seien durch deren Räte und Vorstände einer Prüfung unterzogen worden. Dabei war die Frage: Was muss sein, was kann sein und was kann man weglassen, um den Bestand zu erhalten. Das Bildungsangebot solle unbedingt erhalten bleiben. Die Strategie laute: „Stiftungskapital stärken und nur eingeschränkt investieren.“ Das führt auf dem Bungsberg zu nur einer Streichposition: Die Waldeisenbahn wird auf absehbare Zeit nicht realisiert werden. Der Baumwipfelpfad wurde durch den Stiftungsvorstand auf 2019 verschoben und „mit einem Fragezeichen versehen“, so Schumacher. Unstrittig seien hingegen die Gestaltung des Vorbereiches und der Nebengebäude des Fernmeldeturmes sowie die Sanierung des Elisabethturmes. Für Letzteres sei die Frist für die Antragstellung auf einen Bundeszuschuss gerade abgelaufen und man warte nun auf eine Antwort, die hoffentlich positiv ausfalle. Nach Informationen des OHA kann damit zwischen Mitte Mai und Ende Juni gerechnet werden. Die Frage, was bei einem ablehnenden Bescheid aus Berlin geschehen solle, wollte Schumacher nicht zulassen. „Nichts zu machen wäre mit Abstand die schlechteste Lösung. Eine Bauruine kann nicht sein.“ Um den Turm nachhaltig zu sichern, dürfe nicht nur repariert, sondern müsse saniert werden. Eine Alternative wolle er erst diskutieren, wenn es tatsächlich zu einer Absage kommen sollte, denn über 30 Jahre gerechnet werde Reparieren teurer als Sanieren. Aber auch diesen Weg würde die Stiftung notfalls wohl gehen.

Bis zu den Sommerferien hofft Schumacher auf die Fertigstellung des Parkplatzes am Fuße des Bungsbergs direkt neben der bestehenden Zufahrt. Die Fichten seien gefällt und die Pläne lägen nun bei den Landesforsten als Eigentümer, der auch für die Ausschreibung zuständig sei. Der Fußweg vom Parkplatz auf das Plateau sei dabei das geringste Problem. Es sei geplant dazu bestehende Rückegassen als Wege zu ertüchtigen. Da hätten die Landesforsten freie Hand. Etwas zeitraubender seien die Rundwege außerhalb des Waldes, so Schumacher. Bis auf eine Familie hätten alle Landeigentümer ihr Einverständnis gegeben. Die fehlende Zustimmung könne aber mit einer geänderten Wegeführung umgangen werden. Nun würden die Schritte zur Widmung der Wanderwege unternommen.

Bürgermeister Hans-Alfred Plötner präsentierte eine Lösung für den Verschluss des Zugangs zur Aussichtsplattform des Fernmeldeturmes. Nachdem der Wirt der Waldschänke ohne Angabe von Gründen die Schlüssel für den Turm im Bauamt abgegeben habe, wird nun ein elektronisches Schloss montiert werden, dass den Zugang am Tage automatisch freigebe. Die Gemeinde müsse so nur regelmäßige kontrollirren, was den Aufwand deutlich verringere.


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erstellt am 24.Mär.2016 | 17:49 Uhr

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