Bungsberg-Pachtvertrag verabschiedet

Sparkassen-Stiftung steht zum „Erlebnis Bungsberg“ / Jetzt fehlt nur noch Unterschrift von Schönwaldes Bürgermeister

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31. März 2017, 12:05 Uhr

Ohne Gegenstimme verabschiedete der Zweckverband Bungsberg am vergangenen Mittwoch in nicht öffentlicher Sitzung den am 16. Januar unter Leitung von Ex-Ministerpräsident Peter Harry Carstensen ausgehandelten Pachtvertrag mit der Familie Schnoor für das Grünland auf der Kuppe des Bungsberges. Sobald Schönwaldes Bürgermeister Hans-Alfred Plötner seine Unterschrift unter den Vertrag gesetzt hat, den die Eigentümer bereits am 16. Januar unterzeichnet hatten, könnte theoretisch Deutschlands nördlichster Skilift in Betrieb gehen. Offen ist jedoch noch die Frage nach einem Betreiber für den Fall eines schneereichen Winters. Schönwaldes Gemeindevertreter Peter Seehusen (SPD) hatte unlängst Fixkosten von 15  000 Euro in den Raum gestellt, die kaum durch Liftkarten alleine zu finanzieren sind.

Positives konnte Jörg Schumacher in der Sitzung vermelden. Endlich konnte die erforderliche Unterschrift der Telekom zur Umsetzung des Erbrechtsvertrages eingeholt werden. Dafür musste nach eigenem Bekunden des Geschäftsführers der Stiftungen der Sparkasse Holstein der Vorstand der Telekom eingeschaltet werden. „Dann ging es aber innerhalb einer Woche über die Bühne“, berichtete Schumacher zufrieden. Lange hatte man vergebens auf die Einwilligung zur Rangabtretung eines Leitungsrechtes gewartet, das der Eintragung des Erbrechtsvertrages im Grundbuch verhinderte. Dies hätte im schlimmsten Fall zur Rückforderung von Fördermitteln führen können. Diese Gefahr sein nun gebannt, so Schumacher.

Auch wenn die anhaltende Niedrigzinsphase die finanzielle Ausstattung der Sparkassenstiftungen belastet, hat der Stiftungsrat entschieden, an laufenden Projekten festzuhalten. Dafür werde man auf neue Projekte verzichten, so Schumacher. Für den Bungsberg bedeutet dies: der Baumwipfelpfad ist bis auf weiteres zurückgestellt. Die Gestaltung des Zuganges zum Elisabethturm sowie zum Funkturm und der Bungsbergkuppe wird nach Abschluss der Sanierungsarbeiten des Elisabethturms noch erfolgen. Schumacher regte an über die Details zusammen mit der Landschaftsarchitektin noch einmal zu diskutieren. Auf die ursprünglich geplante Gletscherspalte in Form eines Tunnels könne man vielleicht zu Gunsten anderer Gestaltungsmerkmale verzichten. Auf keinen Fall solle das Konzept und der Umfang des Bildungs-Spaß-Angebotes für Kindergärten und Grundschulen verändert werden. „Wir werden uns im Sinne der Nachhaltigkeit auf die gesicherte Finanzierung der laufenden Angebote konzentrieren“, fasste Schumacher die Entscheidung des Stiftungsrates zusammen.

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