zur Navigation springen

Schnelle Hilfe für Eutiner Klinik : Bundeswehr liefert neue Intensivstation

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Nach einem Wasserschaden in der Eutiner Sana-Klinik sichert eine mobile Intensiv-Station die Versorgung von Frühgeborenen oder Problem-Babys. Das Provisorium soll etwa acht Wochen dauern.

Die Bundeswehr sichert bei der Sana-Klinik Eutin die Versorgung von Neugeborenen, die intensiv betreut werden müssen: Wegen eines Wasserschadens muss die Intensiv-Station für Neugeborene mit regulär sechs Beatmungsplätzen für voraussichtlich acht Wochen saniert werden.

Von morgen früh an kann als Ersatz eine mobile Intensivstation der Bundeswehr genutzt werden, berichtet Dr. Barbara Kempe, Pressesprecherin der Sana-Klinik.

Die mobile Intensivstation kam per Lastwagen und wurde mit einem Kran direkt neben der Wochenstation der Sana-Klinik Eutin platziert. Das Fundament dafür war durch die 4. Kompanie des Lazarettregiments 11 aus Seeth vorbereitet worden, ebenso wie die lebensnotwendigen Anschlüsse an Sauerstoff, Druckluft, Elektrizität und Wasser.

„Die mobile Intensivstation verfügt über eine raumlufttechnische Anlage wie eine normale Intensivstation“, sagte der Chef der 4. Kompanie des Lazarettregiments. Die medizintechnische Innenausstattung mit Monitoren, Beatmungsgeräten und Inkubatoren wurde von der Klinik in die Station gebracht. Dort ist Platz für vier Beatmungsplätze und sie kann insgesamt sechs Neugeborene aufnehmen. „Ohne die kompetente und schnelle Hilfe der Bundeswehr hätten wir die Versorgung nicht so schnell wieder sichern können“, betont Dr. Kempe .

Die Erleichterung ist auch der Chefärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Dr. Regine Hegerfeld, und dem Chefarzt für Neugeborene, Kinder- und Jugendmedizin, Dr. Jochen Reese, anzusehen: „Wir sind gemeinsam mit unserem Team aus Oberärzten sehr froh, dass wir während der Umbauphase durch diese mobile Station wieder alle Schwangeren mit Risikofaktoren schon ab der 29. Schwangerschaftswoche in Eutin aufnehmen können. Die Kinder können bei uns genauso gut versorgt werden, als wenn wir auf der normalen Station wären.“

Für das pflegerische und ärztliche Team der Neugeborenen-Intensivstation werde es ungewöhnlich „kuschelig“, als eng empfinde aber niemand die Ausweichstation. „Es ist ja nur für ein paar Wochen, bis wir wieder in unsere Räume zurück können“, sagte Pflegedienstleiterin Silke Roeper-Bielke. Aus hygienischer Sicht sei alles einwandfrei, das hätten die Hygiene-Experten im Sana-Verbund bestätigt.

Für das Lazarettregiments 11 sei dieses Projekt eine gute Übung gerwesen: „Für unsere Truppe ist es eine gute Aufbauübung – und eine schöne Abwechslung, für ganz kleine Patienten tätig zu sein,“ sagte der Kompaniechef.

Das Perinatalzentrum an der Sana-Klinik Eutin verfügt, wie die Pressesprecherin erläutert, über ein breit qualifiziertes ärztliches und pflegerisches Team von Ärzten für Pränataldiagnostik, Gynäkologie und Geburtshilfe und Neugeborenen-Intensivmedizin. An 365 Tagen im Jahr können kranke Neugeborene und frühgeborene Kinder ab der Schwangerschaftswoche 29 (ca. 1.250 Gramm) versorgt werden.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 06.Okt.2013 | 04:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen