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Ostholsteiner Anzeiger

19. August 2017 | 00:24 Uhr

Bundeswehr für jede Hilfe bereit

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Oberst Hannes Wendroth erläuterte bei der „Großen Blauen Stunde “ die Veränderungen in der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit

„Zivil-Militärische Zusammenarbeit“ klingt zwar etwas spröde. Im Kern aber geht es um den Katatstrophenschutz, und das war Thema bei der „Großen Blauen Stunde“, zu der am Mittwochabend auf Einladung des Aufklärungsbataillons 6 „Holstein“ fast 100 geladene Gäste und 70 Soldaten in die Truppenküche gekommen waren.

Der Kommandeur des Landeskommandos Schleswig Holstein, Oberst Hannes Wendroth, erläuterte die Veränderungen in der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit und der Reservistenarbeit. Wenn zivile Behörden heute die Bundeswehr um Hilfe bäten, gebe es ein Problem: Die Einheiten der Bundeswehr und ihre Ausrüstung seien heutzutage nicht mehr in der Fläche verfügbar.

Früher habe es Bergepanzer und Kettensägen in jedem Bataillon gegeben und der Landrat habe per Telefonanruf einen Kommandeur um Hilfe bitten können. Heute müssten solche Spezialfahrzeuge von wenigen Bataillonen in die betroffene Region geliefert werden. Die Ausdünnung der Bundeswehrstandorte habe zu längeren Wegen und größerem Koordinierungsaufwand geführt.

Nichts desto Trotz, so betonte Oberst Wendroth, „kann jede angeforderte Hilfe trotzdem geleistet werden.“ Dafür seien unter anderem 15 Kreisverbindungskommandos (KVK) gebildet worden. Diese Kommandos seien bei Kreisen sowie kreisfreien Städten angesiedelt und mit ortsansässigen Reservisten besetzt. Zu jedem KVK gehörten zwölf Dienstposten.

Die Kommandos arbeiteten eng mit den zivilen Katastrophenschutzbehörden zusammen und wüssten, wie die Bundeswehr helfen könne. Sie nähmen auch an Katastrophenschutzübungen teil und koordinierten im Ernstfall Anforderungen und die Einsatzlage in der jeweiligen Region.

Ein weiteres Bindeglied der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit seien Regionale Sicherungs- und Unterstützungskräfte (RSUKr) welche auch für Katastrophen herangezogen werden können. Diese Einheiten seien Reservistenverbände, die sich auf Objektschutz, Wach- und Sicherungsaufgaben vor allem in militärischen Liegenschaften vorbereiten, jedoch auch im Katastrophenfall eingesetzt werden könnten.

Schleswig-Holstein habe zwei dieser Verbände. Das Aufklärungsbataillon 6 hat die Patenschaft für einen Verband übernommen und unterstützt die Ausbildung hierfür.

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erstellt am 30.Okt.2014 | 19:42 Uhr

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