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Bundesverkehrsminister will bessere Zug-Fahrpläne

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erstellt am 07.Mai.2013 | 03:59 Uhr

BERLIN/KIEL | Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer will die Zugverbindungen in Deutschland attraktiver machen und besser aufeinander abstimmen. Dazu hat der CSU-Politiker jetzt eine Machbarkeitsstudie für einen sogenannten "Deutschlandtakt" ausgeschrieben. "Ziel ist es, das Zugangebot mittelfristig durch Integration der vorhandenen Taktfahrpläne des Fern- und Nahverkehrs so zu verknüpfen, dass durch optimale Umsteigemöglichkeiten bessere Verbindungen entstehen", lässt Ramsauer seinen Sprecher gegenüber unserer Zeitung erläutern.

Die Prüfung eines Deutschlandtakts haben Union und FDP im Koalitionsvertrag vereinbart. Vorbild ist die Schweiz: Dort verkehren die Züge in präzisen Takten von 60 oder 30 Minuten zwischen zwölf zentralen Knoten-Bahnhöfen, treffen dort alle zu ähnlichen Zeiten ein und fahren kurz darauf zu ähnlichen Zeiten ab. So entstehen an den Knoten komfortable Umsteigezeiten von 10 bis 15 Minuten. Für Schleswig-Holstein wäre ein Deutschlandtakt mit Hamburg als nördlichem Knoten ein Fortschritt, sagt Dennis Fiedel von der Landesweiten Verkehrsservicegesellschaft: "Solange Hamburg keinen festen Takt hat, lassen sich die Anschlüsse im Land schwer planen." Ein Problem seien derzeit etwa die kurzen Umsteigezeiten von Kiel in Richtung Rhein und Ruhr: "Wenn der Regionalexpress nur etwas verspätet ist, verpasst man den Intercity." Andererseits müssen Reisende aus Lübeck mit demselben Ziel mindestens 20 Minuten auf den planmäßigen Anschluss warten.

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