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Bundespolizei See seit einem Jahr im Einsatz auf Samos

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Seit einem Jahr versehen rund 30 Beamte der Bundespolizei See – unter anderem aus Neustadt – ihren Dienst im Rahmen eines Einsatzes von Frontex, der Europäischen Agentur für die Grenz- und Küstenwache, auf der griechischen Ägäis-Insel Samos. Die Bundespolizei unterstützt dort die griechische Küstenwache bei der Überwachung der griechisch-türkischen Seegrenze. Ziel ist es, die illegale Migration zu verhindern und die Schleuserkriminalität zu bekämpfen. „Im Fall eines Seenotrettungsfalls sind unsere beiden Streifenboote der Bundespolizei zur Hilfeleistung verpflichtet“, berichtet Frank Rogatty, Polizeihauptkommissar und erster Einsatzleiter der Bundespolizei. So wurden seit dem 1. März 2016 durch den Einsatz der Streifenboote BP 62 „Uckermark“ und BP 64 „Börde“ rund 1850 Menschen aus akuter Seenot gerettet. „Dabei handelte es sich in der Mehrzahl um Migranten aus Syrien oder Afghanistan, die die lebensgefährliche Überfahrt in seeuntüchtigen Booten von der 1700 Meter entfernten türkischen Küste nach Samos wagen“, so Rogatty. 14 Schleuser hat die Polizei festgenommen und den griechischen Behörden übergeben, die weitere strafrechtlichen Ermittlungen führen. Die Zusammenarbeit mit den griechischen Kollegen sei gut, sagt Rogatty.

Zur Vorbereitung auf den Einsatz werden die Beamten in Neustadt praktisch und theoretisch beim Maritimen Trainings- und Schulungszentrum der Bundespolizei geschult. Der Einsatz der Bundespolizei ist zunächst befristet bis zum 31. Dezember diesen Jahres.

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erstellt am 27.Feb.2017 | 17:31 Uhr

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