zur Navigation springen

BUND unterstützt Initiative gegen Kiesabbau und Motocross

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Rückendeckung hat die Initiative „Gegen weiteren Naturabbau“ im Kampf gegen die Ausweisung neuer Kiesabbauflächen westlich des Holmer Wegs und eine Festschreibung der Motocross-Aktivitäten in der bestehenden Kiesgrube nun vom Malenter Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) erhalten. Mensch, Tier, Boden, Wasser, Landschaft und biologische Vielfalt würden durch den geplanten verstärkten Abbau, aber noch viel mehr durch die gewünschte Weiterführung der Motocross-Anlage „in kaum erträglicher Weise in Mitleidenschaft gezogen“, erklärte BUND-Ortsvorsitzender Frieder Lüthge. Die Fortsetzung der Motorsportaktivitäten sei daher „gänzlich abzulehnen“.

Initiativen-Sprecher Rolf Röhling rügte das Verfahren, mit dem dem Kies- und Schotterwerk Kreuzfeld der Abbau von Kiesflächen im Waldgebiet westlich des Holmer Wegs bereits 2003 genehmigt worden sei. Anlieger seien damals nicht gehört worden. Das Osterberg-Institut als direkter Anlieger benötige aber besonderen Lärmschutz. „Hier ist ein Fehler im damaligen Genehmigungsverfahren gemacht worden“, kritisierte Röhling.

Deutliche Kritik übt Röhling aber auch an zahlreichen Verbänden und anderen Einrichtungen, die auf Schreiben der Bürgerinitiative nicht reagiert hätten oder sich in dem Verfahren nicht engagieren wollten. Dazu zählten der Naturparkverein Holsteinische Schweiz, der Plöner Kreispräsidenten Peter Sönnichsen, der Malenter Umweltbeauftragte Achim Vollert, aber auch Landes- sowie Kreisverband des Nabu. Auch Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck (Grüne) habe einen Besuch in Kreuzfeld abgelehnt.

Er hoffe jetzt auf eine den Bürgern dienende Entscheidung der Gemeindevertretung Malente, sagte Röhling, dessen Initiative 570 Unterschriften gegen die Pläne des Kieswerks gesammelt hat.

Die Bürgerinitiative begrüße das Interesse des Malenter Bürgermeisters Michael Koch, ein Mediationsverfahren anzustoßen, in dem unter Moderation eines neutralen Dritten Lösungen gesucht würden, die allen Interessen Rechnung trügen, sagte Röhling. Man hoffe, dass auch der Betreiber zu einem konstruktiven Dialog bereit sei. Röhling: „Wir warten aber auch auf Pläne der Landesplanungsbehörde, die als oberste Genehmigungsinstitution sich zu diesen Problemen endlich einmal äußern sollte,“ Denn es drohe die größte Landschaftszerstörung in der Gemeinde Malente.

> Am morgigen Sonntag (1. März) ab 11 Uhr will der Motor-Club Malente bei einem Ortstermin an der Motocross-Anlage (Holmer Weg) für sein Anliegen werben. Um 12.30 Uhr soll das Treffen im Kreuzfelder Gasthaus Amaryllis (Dorfstraße 23) fortgesetzt werden.

zur Startseite

von
erstellt am 25.Feb.2015 | 11:20 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen