zur Navigation springen

BUND stellte beim Obstwiesenfest „Schwarze Erde“ vor

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

„Terra Preta“, zu deutsch „Schwarze Erde“, heißt ein Projekt, das die Malenter BUND-Ortsgruppe beim Obstwiesenfest vorgestellt hat. Dabei handelt es sich um eine besondere Spielart des Kompostierens, die die Inkas Südamerikas bereits vor 1000 Jahren betrieben haben, erklärt Ulf Werner, der das Projekt mit Hans Jagszent präsentierte. Gemeinsam erläuterten sie, wie man mit einfachen Mitteln selbst Terra Preta herstellen kann und welch unglaublichen Nutzen für Klimaschutz und Ressourcenschonung dieser nachhaltige Bodenverbesserer besitze.

Die holzkohlehaltige schwarze Kompost-Erde sei vor langer Zeit von den Indios im Amazonasgebiet aus organischem Material und Holzkohle erzeugt worden, erklärt Werner. Die entsprechend behandelten Flächen lieferten bis heute hervorragende Ernteergebnisse und das ohne den Einsatz von Kunstdünger. Idealerweise werde die Holzkohle (Pflanzenkohle) jedoch nicht direkt in die Böden eingebracht, sondern bereits in das zu kompostierende Material eingearbeitet. Die spezifische Oberfläche des Komposts wird dadurch mehr als verzehnfacht und die mikrobielle Aktivität wachse erheblich.

Auf Interesse der Besucher stieß auch Klaus-Dieter Nissen, Imker aus Malente, Eigner der in der wunderbar blühenden Wildblumenwiese stehenden Bienenvölker. Voller Staunen beobachteten die Besucher, wie friedfertig die Bienen – gekonnte Handhabung vorausgesetzt – auch regelmäßige Störungen über sich ergehen ließen.

Werner Kraft, Wildblumen- und Fledermausspezialist der Ortsgruppe, erläuterte außerdem die nach seinen Plänen auf der Streuobstwiese errichtete „Fledermausburg“. Diese recht imposante Einrichtung wurde von den Jugendlichen der Produktionsschule Ostholstein in Malente gebaut. Fledermäuse und Singvögel finden dort in luftiger Höhe von über 3,5 Metern einen sicheren Platz und Unterschlupf.

zur Startseite

von
erstellt am 27.Mai.2014 | 12:56 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen