Bürgerstiftung Eutin stellt sich neu auf

Unterstützung für Vorstand / Beirat erweitert / Weitere Ehrenamtler gesucht

shz.de von
10. Juli 2018, 11:22 Uhr

Die Bürgerstiftung Eutin will wieder durchstarten, neue Projekte anpacken und weitere Mitstreiter gewinnen. Denn die Arbeit der Bürgerstiftung sei inzwischen etwas eingeschlafen, gab die Vorsitzende Ingrid Berger gestern zu. Nicht verwunderlich, sind doch die meisten der derzeit 13 aktiven „Zeitspender“ in Projekte der Flüchtlingshilfe eingebunden. Und die Ehrenamtler mussten Abschied nehmen vom langjährigen Stiftungs-Kollegen und Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Clausen. Dieser war im Dezember 2017 im Alter von 76 Jahren nach langer Krankheit verstorben.

Mit einer Troika an der Spitze hat sich die Bürgerstiftung jetzt neu aufgestellt. Der Stiftungsvorstand besteht nun aus Ingrid Berger, Hans-Ulrich Asbach und Angela Metzler. Letztere ist vielen durch ihr Engagement im Mattiehaus – dem Haus für Kinder und Familien in Eutin – bekannt. Metzler möchte „gemeinsam Ideen entwickeln und umsetzen“, sagte die Eutinerin. Unterstützt wird die Arbeit der Bürgerstiftung – wie aktuell das Schwimmen für Erstklässler – finanziell von der Karl-Gustav-Jürgensen-Stiftung. 7000 Euro umfasst jährlich das Budget des „kleinen Bruders der Bürgerstiftung Ostholstein“. „Mit denen werden wir oft verwechselt“, sagte Berger.

Neben dem Vorstand bekam auch der Stiftungsbeirat Zuwachs und besteht jetzt aus den Mitgliedern Günther Schröder, Hans-Peter Klausberger, Hans-Ingo Gerwanski und Eutins Bürgermeister Carsten Behnk.

Neue Leute, neue Ideen – die Bürgerstiftung schmiedet wieder Pläne für das laufende und die kommenden Jahre. Ingrid Berger stellte gestern den Mitgliedern Projekte für die Zukunft vor. So solle ein Ideenpool gegründet, die Küchengartenpflege ins Auge gefasst und eine Schulrucksack-Aktion initiiert werden. 2019 solle die Bürgerstiftung zudem ihr Domizil im Voigthaus erhalten, so Berger. Die Vorsitzende regte zudem an, Seniorenhelfer ins Leben zu rufen, „um ältere Menschen aus ihrem vielfach monotonen Alltag rauszuholen“. Die Ehrenamtler könnten so beispielsweise den Gang zu kulturellen Veranstaltungen begleiten.

Generell gelte: „Wir müssen neue Pläne machen. Und dafür sind neue Köpfe gut. Sonst drehen wir uns im Kreis“, sagte Berger, die Interessierte aufruft, sich bei der Bürgerstiftung aktiv zu beteiligen. „Viele wissen gar nicht, dass wir Ehrenamtler suchen“, sagte Hans-Ingo Gerwanski vom Stiftungsbeirat. Die Tätigkeit sei zeitlich unabhängig, selbstbestimmt und nach eigenen Ideen zu regeln, so Gerwanski und ergänzte: „Die Bürgerstiftung kann sehr viel. Alle sind willkommen.“

Wer ehrenamtlich in der Bürgerstiftung aktiv werden möchte, kann sich per E-Mail an Ingrid Berger wenden: ib@buergerstiftung-eutin.de. Weitere Infos unter www.buergerstiftung-eutin.de.

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