zur Navigation springen

Bürgermeister Paustian ist Montag Thema im Ausschuss

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bürgermeister und Personalratsvorsitzender schreiben mehrseitigen Brief an die Plöner Ratsversammlung

von
erstellt am 17.Apr.2015 | 12:54 Uhr

Die von allen Fraktionen der Ratsversammlung öffentlich geäußerte Kritik an der Amtsführung von Bürgermeister Jens Paustian ist nicht einfach verhallt. Der städtische Hauptausschuss wird sich am Montag des Themas in öffentlicher Sitzung annehmen. Zwischenzeitlich haben Jens Paustian und der Personalratsvorsitzende Bruno Brillert der Ratsversammlung eine 37 Seiten umfassende Erläuterung zukommen lassen.

Der Bürgermeister war in die Kritik geraten, weil die seit 2008 versäumte Kalkulation der Straßenreinigungsgebühren offenbar zu einem finanziellen Schaden der Stadt Plön von rund einer halben Million Euro geführt habe. Die Vorwürfe lösten ein Hich-Hack zwischen Stadtverwaltung und Stadtwerken aus. Beide schoben sich den „Schwarzen Peter“ zu.

In seinem aktuellen Schreiben an die Ratsversammlung kritisiert Paustian eine „sehr einseitige“ Berichterstattungen in den Tageszeitungen zu Lasten der Stadtverwaltung. Er vermisst eine „berechtigte Kritik“ am Wirken des Vorstandes der Stadtwerke Plön. Jens Paustian geht vor allen Dingen mit der Presse hart ins Gericht. Es sei über Gespräche berichtet worden, die eine andere Grundlage als die Straßenreinigungsgebühr gehabt hätten. Doch auch zwischen Stadtverwaltung und Stadtwerke-Vorstand Ingo Eitelbach beschreiben Paustian und Brillert „schwierige Verhältnisse“.

Die Probleme, so geht es aus den Schreiben hervor, sollen seit 2007/2008 bestehen nachdem der städtische Regiebetrieb „Straßen- und Stadtreinigung“ aus dem städtischen Haushalt ausgegliedert und der neu gegründeten Anstalt des öffentlichen Rechts, Stadtwerke Plön, zugeordnet wurde. „Seit diesem Zeitpunkt mangelt es an Transparenz und einer konstruktiven Zusammenarbeit“, schreibt Paustian.

Paustian und Brillert wehren sich gegen entstandene Eindrücke, ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung habe durch Überlastung die Situation herbei geführt: „Gegen diese Darstellung wehren wir uns mit Nachdruck.“

Paustian und Brillert legen in ihrem Schreiben an die Ratsversammlung Vermerke und Presseartikel bei und kritisieren eine „schwierige Zusammenarbeit“ mit dem Vorstand der Stadtwerke Plön. „Wir bedauern zutiefst diesen Umstand, unter dem auch viele Mitarbeiter der Stadtverwaltung leiden müssen, dieses nun teilweise auch öffentlich in der Presse“, schreiben Paustian und Brillert. Es gestalte sich für sie offen, wie Ingo Eitelbach als Vorstand der Stadtwerke zur konstruktiven Zusammenarbeit und zum kollegialen Umgang bewegt werden könne.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen