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Bürgermeister Paustian hält die Vereidigungsrede

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

133 Soldaten auf Zeit wurden gestern auf dem Sportplatz der Marineunteroffizierschule (MUS) Plön vereidigt. Zudem legten 21 freiwillig dienende Soldaten im Beisein von vielen Gästen ihr Gelöbnis ab. MUS-Kommandeur Kapitän zur See Matthias Kähler begrüßte viele Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie Admiral Rainer Endres als Abteilungsleiter Personal, Organisation und Ausbildung des Marinekommandos in Rostock.

Matthias Kähler widmete sich in seiner Begrüßung dem Slogan der Bundeswehr: „Wir. Dienen. Deutschland.“ Kähler: „Spätestens mit den jüngsten sicherheitspolitischen Entwicklungen ist die Erkenntnis zurückgekehrt, dass Sicherheit uns alle angeht.“ Dienen heiße, Verantwortung zu übernehmen und Pflicht erfüllen – auch dann, wenn es gefährlich werde. Den durchgehend langen Frieden mache die Nato so wertvoll und die Europäische Union so wichtig. Deutschland sei ein Teil dessen.

Paustian wertete seinen Auftritt als Zeichen der Verbundenheit der Bevölkerung der Stadt mit der MUS. „Ich möchte Ihnen sagen, dass ich – wie auch die gesamte Bevölkerung hinter ihnen stehen“, sagte Paustian. Der Schutz der Demokratie werde keine leichte Aufgabe sein. Dankbar zeigte sich Paustian, dass die Soldaten zur Verteidigung der Demokratie ihr Gesundheit und sogar ihr Leben in Gefahr bringen würden.

Jens Paustian bekräftigte, dass die Soldaten in Plön willkommen seien. Er wünschte ihnen und den Plönern ein „natürliches Miteinander“. Plöns Bürgermeister zitierte das Grundgesetz: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ und fügte hinzu: „Doch der Mensch ist oft unfassbar.“

Sorgen bereiteten Paustian die Ausrüstung der Marine aber auch die EU-Arbeitszeitverordnung, die die Marine gerade bei Auslandseinsätzen belastet. Fregattenkapitän Steffan Helmich versetzte
die Vereidigung mit einem Schmunzeln ins digitale Zeitalter, wenn eine Nachricht zur Vertragsverlängerung auf das Handy komme und nur noch ein Knopf zur Zustimmung gedrückt werden müsse. Vereidigung und Gelöbnis seien da in einem würdigen Rahmen deutlich mehr.

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erstellt am 16.Feb.2017 | 12:40 Uhr

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