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Eutin : Bürgermeister: „Mein letzter Versuch“

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eutins Bürgerneister Klaus-Dieter Schulz besichtigt heute Hotelprojekte an der Ostsee und will die Stadtbucht als idealen Hotel-Standort für Eutin preisen.

Für Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz haben zum 1. August die letzten zwölf Monate seiner Amtszeit begonnen. „Manches mache ich jetzt zum letzten Mal. Das ist mir so richtig bewusst geworden bei der Dorfschaftsversammlung in Sielbeck, da werde ich 2016 nicht mehr dabei sein“, sagte der seit 2002 amtierende Verwaltungschef gestern dem OHA.

Doch mit Sentimentalitäten und Rückbesinnungen will sich Schulz noch nicht lange aufhalten. Zumal heute nicht: Da begleitet Schulz in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender des Verbandes Ostsee Holstein Tourismus Wirtschaftsminister Reinhard Meyer auf einer Rundreise zu Hotelprojekten an der Ostseeküste und will die Gelegenheit nutzen, Kontakte zu knüpfen und Anregungen mitzunehmen. Marina Wendtorf,
Heiligenhafen, Pelzerhaken, Neustadt – überall entstehen gerade, wie zuvor bereits in Grömitz, Scharbeutz, Niendorf oder Weißenhaus, jeweils mit hohem Millionenaufwand Hotels in der Güteklasse, von der auch die Stadtvertreter in Eutin seit Jahrzehnten träumen – bisher allerdings vergeblich.

Doch Klaus-Dieter Schulz (Foto) will die Hoffnung nicht aufgeben: „Das ist mein letzter Versuch. Uns wurde immer wieder gesagt, dass die öffentliche Infrastruktur attraktiv sein muss, damit Hotelinvestoren ernsthaftes Interesse entwickeln. Genau dahin entwickelt sich Eutin ja gerade mit der Landesgartenschau und der Stadtsanierung.“

Der Bürgermeister holt tief Luft: „Die Stadtbucht wird begeisternd sein. Die Stadt liegt richtig damit, dort einen Hotel-Standort auszuweisen.“ Aber dagegen spricht doch noch das Bürgervotum zum Erhalt des Haus des Gastes genau an dem Standort? Schulz nickt, spricht aber auch davon, dass der Erhalt vor allem daran hängt, dass ein wirtschaftlicher Betrieb möglich sei. Deshalb solle ein potenzieller Hotelinvestor zunächst prüfen, ob er das Gebäude in seine Pläne integrieren könne. Und wenn nicht? Dann müsse neu entschieden werden, greift der Bürgermeister genau die Formulierung auf, mit der die SPD markig ihr „Sowohl als auch“ im Streit um den Erhalt des Haus des Gastes übertüncht hatte. Schulz bestätigte, dass es Gespräche mit einem benachbarten Grundeigentümer zur Vergrößerung eines Hotelbaus gebe.

Apropos Nachbarschaft: Für den Neuaufbau des Voß-Hauses gibt es frische Überlegungen. Sollten die auf Wohnen statt auf Hotelnutzung hinauslaufen, müsste die Stadt neu übers Baurecht nachdenken, so Schulz.

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erstellt am 12.Aug.2015 | 17:00 Uhr

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