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Eutin : „Bürgermeister ist mein Traumberuf“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Carsten Behnk beginnt den „sanften Einstieg“ in den Wahlkampf um das Amt des Verwaltungschefs in der Kreisstadt.

Knapp fünf Monate vor der Bürgermeisterwahl in Eutin startet Carsten Behnk (48) in die zweite Phase seines Wahlkampfes. Diesen frühen Zeitpunkt habe er sich bewusst ausgesucht, um die Menschen vor Ort kennenzulernen.

„Verwaltungs - und Führungserfahrungen habe ich. Jetzt ist es mir wichtig, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, zu hören, wie ihre Sicht der Dinge ist und was sie bewegt“, sagt Behnk. Dazu will er ab sofort sonnabends (Start 10. Oktober) mit einem Stand auf dem Wochenmarkt vertreten und ansprechbar sein. Behnk: „Für den Fall, dass ich gerade in einem Gespräch bin, haben wir spezielle Karten vorbereitet, auf denen mir die Menschen ihre Anregungen notieren können und meine Kontaktdaten finden.“ Wir, das sind hauptsächlich Familie und Freunde. Klar unterstütze ihn die CDU auch finanziell und materiell, das Gros der Ausgaben komme aber aus seiner privaten Kasse, „denn ich will Wahlkampf machen und Bürgermeister werden – als Carsten Behnk“. Die namensgleiche Homepage ist seit knapp zwei Wochen online, bei seiner Facebookseite wird er von seinen beiden erwachsenen Töchtern unterstützt.

Behnk weiß, dass er im direkten Gespräch mit den Eutinern nicht um die Flüchtlingsthematik herum kommen wird. Einen „Musterlösungsansatz“ hat er dafür nicht. Sowas könne es auch nicht geben. „Das ist eine Herkulesaufgabe, die auf uns als Gesellschaft zukommt und die nächsten Jahrzehnte beschäftigen wird – von der Krippe bis zum Pflegeheim.“ Nicht vergessen werden dürfe bei all der Diskussion die Integration und Inklusion von Menschen mit Handicaps, die es vor der großen Flüchtlingswelle kurzzeitig in das Bewusstsein der Menschen geschafft haben. „Es geht um die soziale Integration aller, das ist wichtig.“

Ebenso wichtig sei ihm eine gute Kommunikation innerhalb der Verwaltung aber auch zur Politik. Er werde zwar von der CDU unterstützt, empfindet es aber als Vorteil, ein parteiloser Kandidat zu sein. „Das offene Gespräch zu allen Fraktionen suchen zu können, ohne eigene parteiliche Festlegung, habe ich bisher auch von den Bürgern als positiv gespiegelt bekommen“, sagt Behnk. Für ihn gehe mit dem Wahlkampf ein Traum in Erfüllung: „Bürgermeister zu sein ist tatsächlich mein Traumberuf.“ Sein Studium, seinen beruflichen Werdegang – all das habe er immer mit dem Ziel verfolgt, eines Tages an der Verwaltungsspitze einer Kommune zu sein und gestalten zu können. „Dass dies jetzt in Eutin klappen kann, ist natürlich perfekt.“

Welche Themen liegen ihm am Herzen? „Eutin ist eine Kulturstadt und hat als solche im Land wirklich Alleinstellungsmerkmal. Der Tourismus ist aber rückläufig, viele Potenziale die wir haben, werden nicht genutzt oder sind für Auswärtige schlecht zu finden“, sagt Behnk. Diesem Thema würde er sich gern annehmen, da langfristig über mehr Touristen mehr Gewerbe angelockt werden könne und das für alle die Stadt attraktiver mache. „Auch die Bürgerbeteiligung muss intensiviert werden“, betont er. Gerade Kinder und Jugendliche müssen projektabhängig viel häufiger mit einbezogen werden. Nicht zu vergessen seien all die großen Projekte, die schon angeschoben worden sind wie Stadtsanierung, LGS und Breitbandausbau.

Sein großes Vorbild sei sein Onkel, der über Jahrzehnte Bürgermeister in Heringsdorf bei Oldenburg war, seinem Geburtstort. Behnk: „Er war ein sehr engagierter politischer Mensch, der sich über Parteigrenzen hinweg für die Menschen vor Ort eingesetzt hat und das hat mir immer imponiert und mich geprägt.“

 

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erstellt am 07.Okt.2015 | 14:00 Uhr

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