Bürgermeister-Epitaph wird restauriert

Braune Lasur:  Das 1666 gestiftete Bahr-Epitaph ist das zweite große Barockepitaph in der St.-Michaelis-Kirche.
Braune Lasur: Das 1666 gestiftete Bahr-Epitaph ist das zweite große Barockepitaph in der St.-Michaelis-Kirche.

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23. Juli 2014, 13:41 Uhr

Zwei Jahre ist es her, dass das Meyer-Epitaph in der St-Michaelis-Kirche aufwendig saniert wurde, jetzt ist ein weiteres Grabdenkmal an der Reihe: Das sogenannte Bahr-Epitaph, das 1666 von den Kindern des Bürgermeisterehepaars Thomas und
Leve Bahr gesetzt wurde. Es ist neben dem nur vier Jahre älteren Meyer-Epitaph das zweite große Barockepitaph der Kirche.

Für die Restaurierung des Epitaphs stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) in diesem Jahr 2500 Euro zur Verfügung. Ein entsprechender Fördervertrag erreicht Pastorin Maren Löffelmacher in diesen Tagen.

Das eichenhölzerne Epitaph ist 4,35 Meter hoch und 3,42 Meter breit. Das zentrale Gemälde mit der Darstellung der Auferstehung Christi ist in Öl auf einer Holztafel ausgeführt. Seitlich gerahmt wird das Bild durch je eine gedrehte, von Wein umrankte Säule auf einem massiven Sockelblock mit Reliefornamentik im Stil der Spätrenaissance. Dazwischen befindet sich ein Inschriftenfeld mit den Lebens- und Sterbedaten des Paares.

Neben den genannten gibt es in der Michaelis-Kirche zahlreiche Epitaphe aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Deren Instandsetzung soll nun erfolgen, nachdem von 2003 bis 2006 die Behebung von Substanzschäden an Mauerwerk und Dachstuhl erfolgt sind.

Vor der Restaurierung des ersten Epitaphs wurden die klimatischen Bedingungen in der Kirche den Anforderungen der Ausstattung angepasst. Durch die Veränderung des Raumklimas auf gleichbleibende 16 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von 50 bis 65 Prozent soll ein dauerhafter Erfolg der Erneuerung sichergestellt sein.

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